CrossFit for Kids

Bachelor’s thesis from RCFN member Benni Gehrmann on implementation of CrossFit Kids in schools shows improvements for Teens in self-confidence and self-esteem:

yes, when kids need this kind of intervention the most.

Although his data is limited due to a small sample size, he provides an incredibly detailed & organized design, inviting deeper exploration as a topic of study in the future.

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Inhalt


1. Einleitung 1
2. Sachanalyse 3
2.1 Einbettung des Themas in den Lehrplan 3
2.1.1 Lernbereich Gesundheit 3
2.1.2 Lernbereich Fairness und Kooperation 4
2.1.3 Lernbereich Umwelt 4
2.1.4 Lernbereich Leisten, Gestalten und Spielen 5
2.2 Einbettung der Unterrichtssequenz in den Lehrplan 5
2.3 Fachwissenschaftliche Grundlagen 6
2.3.1 Die Definition von CrossFit 6
2.3.2 Die Definition von Fitness 7
2.3.3 Übungsauswahl 9
3. Bedingungsanalyse 10
3.1 Adressatengruppe 10
3.2 Leistungsstand 11
3.3 Entwicklungsstand und dessen Auswirkungen 11
3.4 Zeitliche und räumliche Rahmenbedingungen 12
4. Didaktische Analyse 13
4.1 Unterrichtsprinzipien: Psychosoziale Ressourcen und die Mehrperspektivität als sich ergänzende pädagogische Konzepte 13
4.1.1 Psychosoziale Ressourcen als Legitimationsgrundlage des Sportunterrichts 13
4.1.2 Die Mehrperspektivität als Legitimationsgrundlage des Sportunterrichts 14
4.2 Lernzielanalyse 16
4.3 Methodisch-didaktische Entscheidungen 19
4.4 Sequenzplanung 20
5. Reflexion der Unterrichtssequenz 20
6. Das physische Selbstkonzept 22
6.1 Physische Attraktivität 23
6.2 Selbstkonzept sportlicher Leistungsfähigkeit 24
6.3 Die Messung des physischen Selbstkonzepts 25
6.4 Ergebnisse 26
6.4.1 Allgemeinen Ergebnisse der Skalen des physischen Selbstkonzepts 27
6.4.2 Die individuelle Ergebnisse 27
6.5 Diskussion der Ergebnisse 29
6.5.1 Abgleich der allgemeinen und der individuellen Ergebnisse 29
6.5.2 Kritische Reflexion der Untersuchung 33
6.5.3 Fazit 34
7. Ausblick 35
8. Literaturverzeichnis 37
8.1 Literatur 37
8.2 Internetquellen 41
8.3 Abbildungsverzeichnis 44
8.4 Tabellenverzeichnis 45
9. Anlagen 47
9.1 Tabellarische Stundenentwürfe 47
9.1.1 Einführung in die Trendsportart CrossFit und der Kniebeuge 47
9.1.2 Einführung in das Gewichtheben – Vorübungen mit dem Medizinball 51
9.1.3 Das Kreuzheben – Das richtige Heben schwerer Gegenstände. 53
9.1.4 Die Leistung als zentraler Begriff von CrossFit 56
9.1.5 Die Hüftstreckung als wichtige Komponente der sportlichen Leistungsfähigkeit 59
9.2 Arbeitsblätter und Erläuterungen der Unterrichtseinheiten 62
9.2.1 Varianten der Kniebeuge 62
9.2.2 Shoulder Press, Push Press, Wallballs und Ball Slams 66
9.2.3 Flipping & Crossing Mat 70
9.2.4 Selbsteinschätzungsbogen, Aufbaupläne 71
9.2.5 Weitere Übungen 75
9.3 Fragebogen zur Erfassung des physischen Selbstkonzepts 78
9.4 Änderung der Selbsteinschätzung bezüglich einzelner Skalen des physischen Selbstkonzepts 82
9.5 Individuelle Änderungen der Skalen des physischen Selbstkonzepts 83
9.6 Individuelle Änderung der Skalen Kraft und Schnelligkeit 87
9.7 Erklärung zur Hausarbeit gemäß 29 (Abs. 6) LPO I 88

1. Einleitung


„Wie fit sind unsere Kinder?“ Mit dieser Frage beschäftigte sich die WIAD-Studie (2003), in der sowohl der Bewegungsstatus von Kindern und Jugendlichen, als auch deren sportmotorische Leistungsfähigkeit untersucht wurden. Dabei konnte ein „Rückgang der Fitness um mehr als 20 %“ (WIAD, 2003, S. 7) festgestellt werden. Zudem wurde ein deutlicher „Hang zur Selbstüberschätzung der körperlichen Leistungsfähigkeit“ (S. 26) beobachtet. Zusammengefasst bedeutet dies, dass die Schüler immer unsportlicher werden, dieser negative Trend aber noch nicht in ihrem Bewusstsein angekommen ist.
Genau daran knüpft die vorliegende Arbeit an. Die Trendsportart und das gleichnamige Unternehmen „CrossFit“ wurde von ihrem Gründer Greg Glassman entwickelt, um eine „umfassende, allgemeine und inklusive Fitness“ auszubilden (Glassman et al. 2014, S. 13).
Nachfolgende Abbildungen geben einen Überblick über den Aufbau und die damit verbundenen Forschungsfragen. Im Rahmen dieser Arbeit soll zunächst geklärt werden, ob und in welcher Form diese Sportart in den Schulsport implementiert werden kann (vgl. Abb. 1).

Abb. 1. Überblick Forschungsfrage 1. Die Implementierung von CrossFit an einer Mittelschule.

 

Dafür wird zuerst überprüft, ob die Sportart CrossFit den curricularen Vorgaben des ISB entspricht (vgl. Kap. 2). Anschließend wird in der Bedingungsanalyse auf die Rahmenbedingungen an der Schule und den Leistungs- sowie Entwicklungsstand der Untersuchungsgruppe eingegangen (vgl. Kap. 3). Mit Hilfe des pädagogisch-didaktischen Hintergrundwissens wird das geplante Projekt theoretisch fundiert und methodisch aufbereitet. Diese fünf doppelstündigen Unterrichtseinheiten werden dann an der Bertolt-Brecht-Schule in Nürnberg gehalten und im Hinblick auf die erste Forschungsfrage reflektiert (vgl. Kap. 5).

Als weiterer Forschungsgegenstand wird die eingangs erwähnte Selbsteinschätzung der körperlichen Leistungsfähigkeit untersucht, die unter dem Begriff des physischen Selbstkonzepts betrachtet wird (vgl. Abb. 2).

Abb. 2. Überblick Forschungsfrage 2. Die Messung des physischen Selbstkonzepts.

 

Zunächst wird ein Blick auf die aktuelle Forschungslage bezüglich des physischen Selbstkonzepts geworfen (vgl. Kap. 6). Dieses untergliedert sich in die physische Attraktivität einerseits (vgl. Kap. 6.1) und in das Selbstkonzept sportlicher Leistungsfähigkeit andererseits (vgl. Kap. 6.2). Mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens (vgl. Kap. 9.3) wurde das physische Selbstkonzept einer Sportklasse sowohl vor als auch nach dem Projekt erfasst, um anschließend Aussagen über die Veränderungen im physischen Selbstkonzept treffen zu können. Diese Ergebnisse werden dann vorgestellt (vgl. Kap. 6.4) und daraufhin unter Rückbezug zur Unterrichtssequenz diskutiert. Zudem wird das Forschungsdesign (vgl. Kap 6.5) kritisch betrachtet, um etwaige Fehlerquellen für weitere Forschungen aufzudecken. Im abschließenden Fazit wird die zweite Forschungsfrage beantwortet, mit welchen Veränderungen im physischen Selbstkonzept bei der Implementation von CrossFit an einer Schule zu rechnen ist.

2. Sachanalyse

2.1 Einbettung des Themas in den Lehrplan

Im Folgenden wird die Einbettung des Themas in den Lehrplan der bayerischen Mittelschule vorgenommen. Die ausgearbeitete Unterrichtssequenz ist für die Klassenstufe 10M konzipiert. Im Rahmen dieser Arbeit soll aber auch festgestellt werden, ob das Thema „CrossFit“ für weitere Klassenstufen geeignet ist. Dazu wird zunächst ein Blick auf das Grundwissen und die Kernkompetenzen geworfen, die Schülerinnen und Schüler durch den Sportunterricht laut Lehrplan erhalten sollen. Zudem ist zu klären, ob mögliche Parallele zur Sportart CrossFit existieren. Anschließend wird das Thema der Unterrichtssequenz in Bezug auf den Lehrplan der Jahrgangsstufe M10 überprüft und darin eingebettet.

Der Basissportunterricht der Regelklassen und des M-Zuges ist in vier große Lernbereiche unterteilt ist. Dazu gehören erstens der Bereich Gesundheit, zweitens Fairness und Kooperation, drittens der Bereich Umwelt und viertens das Leisten, Gestalten und Spielen. Da die Trendsportart CrossFit eine Summe vieler verschiedener Sportarten und Disziplinen ist, kann jeder dieser Bereiche thematisiert werden, worauf nachfolgend eingegangen wird.

2.1.1 Lernbereich Gesundheit

Die Gesundheit ist der erste Lernbereich, welcher bereits ab der fünften Jahrgangsstufe einen besonderen Stellenwert einnimmt. Ziel ist es, die Schüler zu lebenslangem, eigenständigem und gesundheitsförderlichem Sporttreiben zu befähigen (ISB, 2004h). Genau dieses Bewusstsein wird auch im CrossFit vermittelt. Glassman et al. (2014, S. 25) haben dies in ihrem Trainingshandbuch mit Hilfe einer dreidimensionalen Definition von Fitness und Gesundheit erläutert. Dabei geht es zusammenfassend darum, dass Gesundheit definiert wird als „Arbeitskapazität über breite zeitliche modale und altersbezogene Domänen (Bereiche).“ Die Arbeitskapazität ist eine messbare Größe, die durch Kraft x Weg / Zeit (Durchschnittsleistung) errechnet werden kann. Je mehr körperliche Leistung wir verrichten können, desto fitter und gesünder sind wir und genau hier setzt der Sport an. Indem wir unsere Fitness trainieren, verbessern wir unsere Arbeitskapazität, was sich wiederum positiv auf verschiedene Gesundheitsparameter wie z.B. den Blutdruck, die Knochendichte und die Muskelmasse auswirkt (S. 18). Neben der sportlichen Betätigung ist die Ernährung ein wesentlicher Bestandteil der Gesundheit. Dies wird mit Hilfe des mit CrossFit einhergehenden Ernährungstrends der „Paleo-Ernährung“ vermittelt (vgl. Marsden & Whitmore 2014), die nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen als vielversprechende Ernährungsform angesehen wird (Frassetto et al., 2015; Masharani et al., 2015). Ergänzend können sporttheoretische Grundlagen (z.B. Trainingsmethoden, Grundkenntnisse zum Herz-Kreislauf-System, zur Muskelanatomie und zu den Gelenken, etc.) gezielt thematisiert werden (ISB, 2004a).

2.1.2 Lernbereich Fairness und Kooperation

Der zweite Lernbereich besteht aus der Fairness und der Kooperation. Dieser kann durch die pädagogische Perspektive „Miteinander“ (vgl. Kap. 4.1) eingebettet werden, die viele Überschneidungen mit dem Lerninhalt „Handeln in der Gemeinschaft“ aufweist (ISB, 2004b). Dazu gehören laut ISB (2004a) unter anderem die „Kenntnisse von Regelwerken“, das „Erkennen und Beurteilen von Gefahrensituationen“, die „Übernahme von Schiedsrichter- oder Kampfrichtertätigkeiten“ (S. 427). Auch im CrossFit gibt es Regelwerke, die verstanden und eingehalten werden müssen (vgl. The CrossFit Open, 2015). Gefahrensituationen müssen ebenso erkannt werden, wie sie z.B. durch Fehlbelastung zustande kommen können. Diesem Umstand kann durch das gegenseitige Coachen entgegengewirkt werden, da die Schüler stets die Bewegungsqualität ihrer Partner im Blick haben und durch Feedback auf eventuelle Fehler hinweisen können (z.B. Kniebeuge: „Du musst tiefer in die Hocke“). Zudem liefern die gymnastischen und turnerischen Elemente im CrossFit vielfältige Möglichkeiten, das gegenseitige Helfen und Sichern zu üben und zu festigen, was einen wichtigen Lerninhalt jeder Jahrgangsstufe im Sportunterricht darstellt (ISB, 2004b-f).

2.1.3 Lernbereich Umwelt

Als dritter Lernbereich ist das Thema Umwelt im Sportunterricht enthalten. Der richtige Umgang mit der Umwelt ist ein wichtiger Aspekt, der zur heutigen Zeit immer wichtiger wird. Die Luftverschmutzung, der Klimawandel, etc. sind eindeutige Zeichen dafür, dass die Menschen den Respekt gegenüber ihrer Umwelt in gewisser Weise verloren haben beziehungsweise sie sich dessen nicht mehr bewusst sind. Dieses Bewusstsein kann durch gezielte Sportaktivitäten in den unterrichtlichen Kontext eingebunden werden. Beispielsweise könnten CrossFit-Workouts die Umwelt gezielt integrieren, indem zum Beispiel Lauf-Intervalle im Freien absolviert werden. Der Wald liefert zahlreiche Möglichkeiten des Fitnesstrainings, jedoch ist der respektvolle Umgang mit der Umwelt Voraussetzung. Des Weiteren werden auch längere Ausdauer- und Orientierungsläufe im CrossFit herangezogen, wenn es darum geht, die aerobe Ausdauer zu testen und zu trainieren. Im Jahr 2012 wurde bei den CrossFit Games (eine Art Weltmeisterschaft, in der der fitteste Mann und die fitteste Frau der Welt gekürt werden) ein Triathlon (700 m Schwimmen, 8 km Radfahren und 11 km Laufen) als Workout angekündigt (The CrossFit Games, 2012). Daher ist es durchaus legitim und wünschenswert im Rahmen des CrossFit-Trainings Sportaktivitäten in der Umwelt durchzuführen.

 

2.1.4 Lernbereich Leisten, Gestalten und Spielen

Der Lernbereich Leisten, Gestalten und Spielen zeichnet sich in der fünften Jahrgangsstufe durch grundlegende sportmotorische und sporttaktische Fähigkeiten aus (ISB, 2004a, S. 732). Hierbei „erproben die Schüler ihre individuellen Ausdauer-, Kraft- und Schnelligkeitsfähigkeiten, sowie Beweglichkeit und verbessern ihre koordinativen Fähigkeiten“ (ISB, 2004b, S. 125). CrossFit liefert dafür hervorragende Anknüpfungspunkte, da dessen Trainingsziele in der Verbesserung der zehn allgemeinen körperlichen Fähigkeiten (vgl. Kap. 2.3.1) liegen. Auch ein realistischeres körperliches Selbstkonzept kann durch CrossFit erwartet werden. Ebenso wird vermutet, dass CrossFit sich positiv auf das Selbstvertrauen auswirken kann. Dies setzt aber voraus, dass die Schüler entsprechende Leistungszuwächse wahrnehmen, was aber nur durch regelmäßige sportliche Betätigung gegeben ist. (vgl. „Prinzip der kontinuierlichen Belastung“ nach Weineck, 2010, S. 55). Entsprechend dürften sich auch das Durchhaltevermögen, die Leistungsbereitschaft und die Erfolgszuversicht durch CrossFit verbessern (ISB, 2004a).

Ein weiterer großer Vorteil dieser Trendsportart ist, dass gezielt fächerübergreifend gearbeitet werden kann. Die meiste Literatur und andere Quellen von CrossFit sind englischsprachig, was dazu führt, dass auch in den CrossFit-Klassen Englisch gesprochen wird. Dies kann gezielt in Zusammenarbeit mit dem Englischunterricht thematisiert und inszeniert werden.

2.2 Einbettung der Unterrichtssequenz in den Lehrplan

Die Unterrichtssequenz „CrossFit in der Schule“ ist wie oben beschrieben für eine zehnte Klasse des M-Zuges konzipiert und orientiert sich an den Lernbereichen des bayerischen Lehrplans für das Fach Sport. Im Bereich der Fairness und Kooperation wurde das „Handeln in der Gemeinschaft“ vorwiegend durch die pädagogische Perspektive „Miteinander“ im Unterricht behandelt. Laut ISB (2004g, S.672) sollen die Schüler „auf Mitschüler zugehen und sie in gemeinsame sportliche Aktivitäten integrieren“, sowie „Konfliktsituationen zunehmend selbstständig lösen“. Aus diesem Grund wurden mehrere Partner- und Gruppenarbeiten im Unterricht eingebettet, die die Kooperationsfähigkeit der Schüler fördern können. Dies geschieht nach Herrmann & Sygusch (2009b, S. 29f) z.B. durch das gegenseitige Coachen. Zudem ist es üblich, dass die CrossFit-Athleten sich gegenseitig anfeuern und nach dem Workout mit einem Handschlag gegenseitig gratulieren. Solche Rituale stärken das Gemeinschaftsgefühl (Herrmann & Sygusch, 2009a, S. 10). Die eingangs erwähnten Konfliktsituationen wurden gezielt in die Unterrichtssequenz eingebettet. Dabei ging es darum, dass die Schüler in Partner- oder Gruppenworkouts einen Weg finden mussten, das Problem zu lösen (vgl. Kap. 9.1.3). Dazu gehört das Verteilen von Rollen, damit das Gruppenziel optimal erreicht werden kann.

Durch das Besprechen der funktionellen Anatomie des Kniegelenks und der richtigen Durchführung einer Kniebeuge wurde der zweite Lernbereich „Gesundheit“ (vgl. Kap. 4.1.2) in den Unterricht eingebettet. Dabei stellt die „Beweglichkeit“ (vgl. ISB, 2004g, S, 671) einen wesentlichen Faktor dar, denn oftmals fehlt es an der nötigen Mobilität in Hüft- und Fußgelenken, sodass die nötige Tiefe in der Kniebeuge nicht erreicht werden kann (vgl. Rippetoe, 2011, S. 9 ff.; Taeger, 2015, S. 86 ff.). Zudem wurden „verschiedene Formen funktioneller Kräftigung“ durchgeführt (ISB, 2004f, S. 671) sowie zahlreiche Übungen eingeführt, die die Schüler zu selbstständigem Krafttraining befähigen sollen.

Der Lernbereich „Leisten, Gestalten, Spielen“ wurde durch die pädagogische Perspektive „Leistung“ (vgl. Kap. 4.1.2) im Unterrichtsgeschehen realisiert. Dabei sollten die Schüler einerseits ihre eigene Leistung einschätzen, testen und reflektieren. Nach Sygusch (2007, S. 206) stärken Aufgaben dieser Art das körperlich-sportliche Selbstbild. Andererseits wurde den Schülern der Zusammenhang mit dem physikalischen Leistungsbegriff verdeutlicht, was wiederum fächerübergreifend eingesetzt und vertieft werden kann (vgl. Kap. 9.1.4).

2.3 Fachwissenschaftliche Grundlagen

2.3.1 Die Definition von CrossFit

CrossFit ist ein Trainingsprogramm das vom ehemaligen Turner Greg Glassman entwickelt wurde. Ziel des Programms ist es, eine „umfassende, allgemeine und inklusive Fitness“ auszubilden, die die Athleten auf alle möglichen physischen Gegebenheiten vorbereiten soll. Daher definieren Glassman et al. (2014) CrossFit durch “konstant variierende, hoch-intensive, funktionelle Bewegungen“. Unter „konstant-variierenden Bewegungen“ kann die ständige Variation von Trainingsübungen verstanden werden. Mit dieser Methode werden Athleten „auf alle möglichen körperlichen Eventualitäten vorbereitet – nicht nur auf das Unbekannte, sondern auch auf das Unvorhersehbare“ (S. 3). Genau dieser Aspekt macht CrossFit sehr interessant für Spezialeinheiten des Militärs aber auch für die Polizei und die Feuerwehr, die letztendlich nicht wissen können, was sie auf ihrem nächsten Einsatz erwartet. Der nächste Bestandteil der Definition von CrossFit ist die hohe Intensität. Es gibt mittlerweile viele Studien, die das Training mit höherer Intensität dem Training mit mittlerer Intensität gegenüberstellen und untersuchen. Dabei zeigen sich zahlreiche Vorteile von HIIT (high-intensity intervall training) in Bezug auf Gesundheitsparameter und Trainingsfortschritt (u. a. Ahmadizad et al. 2015; Jung, et al., 2015; Kemmler, et al., 2015; Keteyian et al. 2014; Peake et al., 2014). Aus diesem Grund implementierte Glassman die hohe Intensität in sein Programm, was sich vor allem in den zumeist sehr kurzen Workouts zeigt.

Zuletzt folgt die Definition der funktionellen Bewegungen in CrossFit. Funktionelle Bewegungen sind nach Glassman (2014) „universelle motorische Rekrutierungsmuster“, die „in einer Kontraktionswelle vom Rumpf in die Extremitäten durchgeführt [werden]“, sowie „komplexe Bewegungen“, die vorwiegend mehrgelenkig sind (S. 3). Diese Übungen ahmen häufig Bewegungen nach, die im alltäglichen Leben zu finden sind (z. B. Kniebeuge: das Aufstehen aus einer sitzenden Position. Das Kreuzheben: das Aufheben schwerer Gegenstände vom Boden). Dementsprechend sind sog. Isolationsübungen (z. B. Beinextension oder Beincurl) nicht funktionell, da sie kein Äquivalent aus dem Alltag besitzen. Eine weitere Definition liefert unter anderem Boyle (2011), in der er funktionelles Training als „eine Reihe von Übungen [beschreibt], die Athleten befähigen sollen, ihr eigenes Körpergewicht in allen Bewegungsebenen zu halten und zu stabilisieren.“ Somit sind auch statische Übungen dem Begriff der „funktionellen Bewegungen“ zuzuordnen, da diese die dynamischen Übungen unterstützen und dadurch sowohl der Verletzungsprophylaxe, als auch der Leistungsverbesserung dienen (S. 17).

2.3.2 Die Definition von Fitness

Als nächstes muss der Begriff der Fitness genauer definiert werden, der in dieser Sportart eine besondere Rolle einnimmt. Im Outside Magazine wurde beispielsweise der Triathlet Mark Allen zum fittesten Mann der Welt gekürt, als er zum sechsten Mal den Ironman-Triathlon gewann.[1] [1] Outside Magazine (1997). The world´s fittest man.

Glassman (2002, S.1ff) kritisierte dies, denn angenommen Allen wäre wirklich der fitteste Mann der Welt, welchen Titel verdient dann beispielsweise Simon Poelman, der Zehnkämpfer? Beide verfügen über eine erstaunliche Ausdauer aber Poelmann wäre Allen überlegen, wenn es um weitere sportmotorische Dimensionen, wie zum Beispiel Kraft, Schnelligkeit und Koordination geht. Aus diesem Grund beschäftigte sich Glassman mit dem Fitnessbegriff und konnte schließlich als einer der Ersten den Begriff definieren. Hierfür orientiert sich Glassman an drei Standardmodellen, mit deren Hilfe die Fitness eines Sportlers beurteilt und somit gezielt gefördert werden kann.

 

Der erste Fitness-Standard von CrossFit

Während in der deutschen Literatur zwischen koordinativen und konditionellen Fähigkeiten unterschieden wird (vgl. Meinel und Schnabel, 2015; Güllich & Krüger, 2013; Weineck, 2010) wird im CrossFit Journal von den zehn allgemeinen körperlichen Fähigkeiten ausgegangen (engl.: „10 generall physical skills“). Sie bilden das erste Standardmodell, wenn es darum geht, den Fitnessbegriff zu definieren. Nachfolgend werden diese aufgezählt und definiert.

  • Kardiorespiratorische Ausdauer – Die Fähigkeit der Körpersysteme, Sauerstoff zu erfassen, zu verarbeiten und zu liefern.
  • Ausdauer – Die Fähigkeit der Körpersysteme, Energie zu verarbeiten, zu liefern, zu speichern und zu verwenden.
  • Kraft – Die Fähigkeit einer Muskeleinheit oder Kombination von Muskeleinheiten, Kraft auszuüben.
  • Beweglichkeit – Die Fähigkeit, den Bewegungsumfang bei einem gegebenen Gelenk zu maximieren.
  • Leistung – Die Fähigkeit einer Muskeleinheit oder Kombination von Muskeleinheiten, eine maximale Kraft in einem minimalen Zeitraum auszuüben.
  • Geschwindigkeit – Die Fähigkeit, den Zeitzyklus einer wiederholten Bewegung zu minimieren.
  • Koordination – Die Fähigkeit, mehrere unterschiedliche Bewegungsmuster in eine einzelne Bewegung zu kombinieren.
  • Geschicklichkeit – Die Fähigkeit, die Übergangszeit von einem Bewegungsmuster in eine anderes zu minimieren.
  • Gleichgewicht – Die Fähigkeit, die Position des Gravitationszentrums des Körpers im Verhältnis zu seiner Stützbasis zu kontrollieren.
  • Genauigkeit – Die Fähigkeit, die Bewegungen in eine bestimmte Richtung oder mit einer bestimmten Intensität zu kontrollieren.

Diese zehn allgemeinen körperlichen Fähigkeiten beurteilen die Leistung in Bezug auf körperliche Anpassungsvorgänge nach Glassman et al. (2014, S. 16-20).

 

Der zweite Fitness-Standard von CrossFit

Der zweite Fitness-Standard befasst sich mit der Fähigkeit eines Athleten, jede denkbare Aufgabe zu lösen. Glassman et al. (2014, S. 17) beschreibt diesen Standard mit Hilfe eines Gefäßes, welches mit allen möglichen körperlichen Herausforderungen gefüllt sein soll. Die Fitness eines Athleten kann nun durch die Wahrscheinlichkeit bestimmt werden, mit der er in der Lage ist diese Herausforderung zu bewältigen. Ein sehr fitter Athlet wird die meisten, wenn nicht sogar alle zufällig gewählten Aufgaben in jeder denkbaren Kombination erledigen können, während ein anderer Athlet bei einigen Herausforderungen Schwächen zeigen wird. Dadurch entsteht eine Vielfalt an Kombinationsmöglichkeiten, die den Athleten weg von „festgelegten Sätzen, Pausen, Wiederholungen, Reihenfolgen von Übungen, Routinen, Periodisierung usw.“ führt und ihm stattdessen die Möglichkeit schafft, stets einen neuen Trainingsstimulus bereitzustellen. Hier lässt sich auf die Definition von CrossFit verweisen, welche die konstante Variation von Bewegungen vorsieht.

 

Der dritte Fitness-Standard von CrossFit

Der letzte Fitness-Standard befasst sich mit der Energiebereitstellung. Hierfür gibt es drei Stoffwechselwege. Erstens die Bereitstellung über die energiereichen Phosphate, zweitens der glykolytische Weg, durch die Spaltung von Kohlenhydraten und drittens der oxidative Weg, die Energiebereitstellung über Fett. Diese unterscheiden sich sowohl im zeitlichen Verlauf, als auch im prozentualen Anteil an der gesamten Energie, was aus folgender Grafik hervorgeht.

Abb. 3. Die Energiebereitstellung nach Glassman (2014, S.17).

 

Nach Glassman et al. (2014, S. 17) besteht der größte Fehler im Fitnesstraining darin, einen dieser Stoffwechselwege im Training zu bevorzugen und die anderen zu vernachlässigen. Wer eine allumfassende Fitness erreichen will, muss dies in seinem Training berücksichtigen und jeden Bereich der Energiebereitstellung trainieren. Diese drei vorgestellten Fitness-Standards bilden das Grundgerüst von CrossFit.

2.3.3 Übungsauswahl

In nachfolgender Tabelle werden die Übungen aufgelistet, die in der Unterrichtssequenz entweder thematisiert oder im Workout ausgeführt wurden. Die wichtigsten Übungen werden gesondert im Anhang (vgl. Kap. 9.2) in Form eines Arbeitsblattes oder als kurze Erläuterung aufgeführt.

Tab. 1. Übungsauswahl nach Unterrichtseinheiten sortiert.

Einführung in die Trendsportart CrossFit und der Kniebeuge
Kniebeuge (Front- Backsquat) vgl. Kap. 9.2.1
Situps vgl. Kap 9.2.5
Plank Holds vgl. Fitness Experts (2016c)
Liegestütze vgl. Fitness Experts (2016b)
Superman Holds vgl. Kap 9.2.5
Burpees vgl. Kap 9.2.5
Einführung in das Gewichtheben – Vorübungen mit dem Medizinball
Medicine Ball Clean vgl. Glassman (2004a).
Shoulder Press vgl. Kap. 9.2.2
Push Press vgl. Kap. 9.2.2
Wallball Shots vgl. Kap. 9.2.2
Medicine Ball Slams vgl. Kap. 9.2.2
Das Kreuzheben – Das richtige Heben schwerer Gegenstände
Kreuzheben vgl. Glassman (2003a).
Klimmzüge vgl. Starr (2014a) ; Fitness Experts (2016a)
Flipping & Crossing Mat vgl. Kap. 9.2.3
Die Leistung als zentraler Begriff von CrossFit
Ring dips vgl. Kap 9.2.5
Boxjumps vgl. Kap 9.2.5
Rope Climbs vgl. Kap 9.2.5
Seilspringen vgl. Achauer (2015)
Toes-to-Bar vgl. Kap 9.2.5
Die Hüftstreckung als wichtige Komponente der sportlichen Leistungsfähigkeit
Dumbbell Swing/ Kettlebell Swing vgl. Glassman (2004b)
Dumbbell Snatch vgl. Rutherford (2007)
Farmers Walk vgl. Starr (2014b)

 

3. Bedingungsanalyse

Mit Hilfe der Bedingungsanalyse soll zunächst der Inhalt der Unterrichtseinheiten auf die jeweilige Zusammensetzung der Adressatengruppe und auf deren Leistungs- und Entwicklungsstand angepasst werden. Dafür werden auch äußere Umstände, wie die zeitlichen und räumlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Nachfolgend werden die Bedingungen einer Übergangsklasse der Bertolt-Brecht-Schule betrachtet.

3.1 Adressatengruppe

Die gesamte Unterrichtssequenz ist für Schüler der zehnten Jahrgangsstufe des M-Zweiges konzipiert. Auf Grund der Geschlechtertrennung besteht diese Übergangsklasse aus den Klassen V1 (15 Schüler) und V2 (11 Schüler) mit insgesamt 26 Schülern. Folgende Abbildung verdeutlicht die Altersverteilung der Schüler.

Abb. 4. Altersverteilung in der Klasse V1/V2.

Die Mehrheit der Schüler ist 16 Jahre alt (acht Schüler), gefolgt von je sieben Schülern im Alter von 17 oder 18 Jahren. Drei Schüler sind 19 Jahre alt und ein Schüler bereits 20. Das ergibt ein Durchschnittsalter von etwa 17 Jahren.

3.2 Leistungsstand

Da der Unterricht in einer Sportschule stattfindet, ist innerhalb der Klasse auch mit einem höheren Leistungsstand zu rechnen. Das bestätigt sich auch bei einem Blick auf die Zahlen der Leistungs- und Vereinssportler. Insgesamt befinden sich in dieser Sportklasse neun Leistungssportler. Ein Leichtathlet, sieben Fußballer (drei davon beim FCN) und ein Badmintonspieler. Die restlichen Schüler sind zwar keine Leistungssportler, dennoch sind einige regelmäßig in Sportvereinen wie zum Beispiel in den Sportarten Judo, Schwimmen, Tanzen, und Fußball aktiv. Im Durchschnitt befinden sich die Noten der Schüler im Bereich „gut“, können allerdings aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht hier angegeben werden.

3.3 Entwicklungsstand und dessen Auswirkungen

Nach Meinel und Schnabel (2015) befinden sich die Schüler dieser Klasse mit durchschnittlich 17 Jahren im späten Jugendalter, der sogenannten Adoleszenz. Diese stellt „[…] eine Phase der sich ausprägenden geschlechtsspezifischen Differenzierung, der fortschreitenden Individualisierung und der zunehmenden Beständigkeit […]“ dar (S. 327). Nachfolgend werden die Adoleszenz im Hinblick auf vorliegende Arbeit betrachtet.

Da die Unterrichtssequenz für Schüler konzipiert ist, wird hier nur auf die motorische Entwicklung von männlichen Schülern eingegangen. Hier zeigt sich innerhalb der geschlechtsspezifischen Differenzierung, dass Schüler deutlich mehr Leistungsbereitschaft zeigen, wenn es um sportliche Anforderungen geht, in denen sie Kraft- und Schnelligkeitsfähigkeiten, bzw. Kampfgeist und Durchsetzungsvermögen zeigen müssen. Aber auch mit „deutliche[n] Aversionen gegenüber anstrengenden Kraft- und Ausdauerleistungen“ ist zu rechnen, die typischerweise bei manchen Untrainierten in diesem Alter auftreten können (Doil, 1976; Döhring & Ihlo, 1984). Diese geschlechtsspezifische Differenzierung hängt stark mit der fortschreitenden Individualisierung zusammen und deckt sich mit den Ergebnissen der WIAD-Studie (2003). Dort wurden verschiedene Einstellungs- und Verhaltensweisen gegenüber sportlicher Betätigung festgestellt, welche von „sportlichem Desinteresse“ über die nur „pflichtgemäße Teilnahme an sportlicher Betätigung“ bis hin zu „freudigem und engagiertem Verhalten in Wettkampfsituationen“ reichten (Meinel & Schnabel, 2015, S. 330). Im Hinblick auf den Sportunterricht bedeutet dass, das manche Schüler besonders motiviert werden müssen. Vor allem diejenigen, die sich der sportlichen Aktivität eher abwenden und Desinteresse zeigen. CrossFit bietet hierfür sehr hohes Motivationspotenzial, da sich die Schüler stets gegenseitig zu neuen Bestleistungen anfeuern können. Die Musik im Hintergrund eines Workouts wirkt zudem stark motivierend, vor allem wenn die Schüler bei der Musikauswahl mitbestimmen dürfen.

Zudem ist festzuhalten, dass sich häufig gegen Ende des späten Jugendalters „Tendenzen zur Sparsamkeit, Zweckgerichtetheit und Ökonomie der Bewegungsausführung“ bei Jugendlichen etablieren (Buytendijk, 1972). Aus diesem Grund ist zwingend darauf zu achten, dass die Übungen technisch korrekt und in vollem Bewegungsumfang ausgeführt werden. Andernfalls konkurriert die Ökonomie der Bewegung mit ihrem eigentlichen Ziel, dem Fitnesstraining.[1]

Zuletzt ist im Bereich der motorischen Entwicklung im späten Jugendalter die zunehmende Beständigkeit zu nennen, welche stark mit der fortschreitenden Individualisierung korreliert. Sie zeigt sich vor allem im Bereich der Bewegungskoordination. Die „Umstrukturierung der motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten“ des frühen Jugendalters (vgl. Meinel & Schnabel, 2015, S. 308 ff) sind nun weitestgehend abgeschlossen. Das ermöglicht eine endgültige Anpassung der Bewegungskoordination an die neuen Gegebenheiten (Winkel- und Längenbeziehungen der Extremitäten, Hebel- und Drehmomente, etc.), was zu einer Stabilisation und verbesserten Konstanz von Bewegungsfertigkeiten führen kann. Voraussetzung dafür ist aber die sportliche Aktivität. CrossFit liefert aufgrund der großen Übungsauswahl zahlreiche koordinativ anspruchsvolle Aufgaben, was zur Bewältigung der „Umstrukturierung der motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten“ beitragen kann.

3.4 Zeitliche und räumliche Rahmenbedingungen

Der Sportunterricht wird immer mittwochs von 13:15 – 14.45 Uhr an der Bertolt-Brecht-Schule stattfinden. Diese Gesamtschule in Nürnberg-Langwasser ist derzeit ein kooperatives Schulzentrum, bestehend aus einer offenen Ganztagsschule, einem städtischen Gymnasium, einer städtischen Realschule und einer staatlichen Mittelschule. Besonders interessant ist das dortige Projekt „Partnerschulen des Leistungssports“, welches im Schuljahr 1998/99 ins Leben gerufen wurde. Dabei können besonders sportlich ambitionierte und talentierte Schüler ihrer Sportart nachgehen ohne ihre schulische Ausbildung zu vernachlässigen. Im September 2012 wurde die Bertolt-Brecht-Schule durch den Deutschen Olympischen Sportbund zur Eliteschule des Sports gekürt und im Jahr 2008 vom Deutschen Fußball-Bund zur Eliteschule des Fußballs ernannt. Aus diesem Grund eignete sich die Schule hervorragend für die Forschungsziele dieser Arbeit, da vielfältiges und zahlreiches Material für den Unterricht zur Verfügung standen. Die Schule verfügt zudem über mehrere Sporthallen, einem Fitnessraum, sowie genügend Platz auf dem Sportgelände außerhalb der Schule. Allerdings muss leider auf das olympische Gewichtheben verzichtet werden, da das dafür benötigte Equipment (Langhanteln, Gewichte, Boden) nicht zur Verfügung steht. Diese Übungen lassen sich aber durch ähnliche Vorübungen ersetzen (vgl. Kap. 9.1.2). Der Unterricht selbst beginnt nach der Mittagspause gegen 13:15 Uhr und endet um 14:45. Abzüglich der Zeit zum Umziehen stehen somit etwa 75 Minuten für die Unterrichtsplanung zur Verfügung.

4. Didaktische Analyse

Die didaktische Analyse ist ein notwendiges Instrument der Unterrichtskonzeption. Dabei wird der Lerngegenstand im Hinblick auf fachdidaktische und pädagogische Fragestellungen untersucht und an das Niveau der Lernenden angepasst. Zudem werden Lernziele formuliert und daraufhin die methodisch-didaktischen Entscheidungen aufgeführt, nach denen die zuvor definierten Lernziele erreicht werden sollen.

4.1 Unterrichtsprinzipien: Psychosoziale Ressourcen und die Mehrperspektivität als sich ergänzende pädagogische Konzepte

In der Sportpädagogik gibt es derzeit zwei zentrale, theoretische Richtungen, die als Legitimationsgrundlage für den Sportunterricht und den Sport dienen. Das sind zum einen die „Psychosozialen Ressourcen“ (vgl. Sygusch, 2007; Hermann & Sygusch, 2009) und zum anderen die „Mehrperspektivität“ nach Kurz (2000a).

4.1.1 Psychosoziale Ressourcen als Legitimationsgrundlage des Sportunterrichts

Nach Sygusch (2007, S. 14) sind Psychosoziale Ressourcen „Mittel, die dazu beitragen, dass Gruppen oder Personen unterschiedliche Anforderungen und Aufgaben erfolgreich bewältigen.“ Als Synonym werden oftmals die Begriffe „Persönlichkeitsmerkmale“ und „psychische Fähigkeiten“ verwendet. Auch von „personalen Voraussetzungen“ und „sozialen Bedingungen“ ist häufig die Rede. Im Sportunterricht beziehen sich psychosoziale Ressourcen auf diejenigen Fähigkeiten, die zur „Bewältigung sportlicher bzw. sportartspezifischer Anforderungen“ beitragen (S. 15). Sie leisten somit ihren Beitrag zum Doppelauftrag der Schule (vgl. Prohl, 2012), welcher einerseits aus der Persönlichkeitsbildung (Erziehung durch Sport) besteht und andererseits die Kinder und Jugendlichen zur Teilhabe an der Spiel- und Sportkultur (Erziehung zum Sport) befähigen soll (vgl. Kurz, 2000a). Zu diesen Ressourcen zählen: Selbstkonzept, Selbstwirksamkeit, soziale Kompetenzen, sozialer Rückhalt und Gemeinschaft bzw. Gruppenzusammenhalt, die nachfolgend nach Sygusch (2007, S. 50) definiert werden.

Ein stabiles Selbstkonzept gilt als Ressource zur Bewältigung von Anforderungen des sportlichen (z. B. Misserfolge) und übersportlichen Alltags (z.B. schulische Belastungen, Vereinbaren von Schule und Sport).

Selbstwirksamkeit gilt als Voraussetzung, um anspruchsvolle sportliche und übersportliche Anforderungen anzunehmen, ausdauernd zu verfolgen und erfolgreich zu gestalten.

Gruppenzusammenhalt gilt als Ressource für sportliche Leistungen in Training und Wettkampf. Darüber hinaus können mit Gruppenzusammenhalt im Sport auch übersportliche Ziele wie der Aufbau von sozialen Netzwerken, soziale Integration und Unterstützung verknüpft werden.

Sozialer Rückhalt gilt als Ressource zur Bewältigung von alterstypischen Entwicklungsaufgaben (z.B. Ablösung vom Elternhaus) und Alltagsanforderungen (z.B. Schule). Sozialer Rückhalt beim Üben und Trainieren dürfte darüber hinaus auch eine Voraussetzung der individuellen Handlungs- und Leistungsfähigkeit sein.

Soziale Kompetenzen gelten einerseits als Ressource zur sozialen Handlungsfähigkeit im sozialen Umfeld (z.B. Peer-group, Sportverein), andererseits können sie als Ressourcen sozial-kooperativen Handelns in sportlichen Anforderungssituationen aufgefasst werden.

All diese Ressourcen finden sich auch in Trainings- und Wettkampfsituationen von CrossFit wieder, da dort viele verschiedene Sportarten und Disziplinen aufeinandertreffen. Entsprechend ausgewählte Konzepte zur Persönlichkeits- und Teamentwicklung liegen derzeit im Gerätturnen (Sygusch & Weller, 2005) und im Schwimmsport (DSV, 2006) vor. Ein Weiteres wird derzeit für das Gewichtheben konzipiert, wurde aber noch nicht veröffentlicht. Dementsprechend liegt es nahe, dass im CrossFit mit vergleichbaren positiven Eigenschaften bezüglich der Persönlichkeits- und Teamentwicklung zu rechnen ist.

4.1.2 Die Mehrperspektivität als Legitimationsgrundlage des Sportunterrichts

Nach Dietrich Kurz (2000b) wird sportliches Handeln und somit auch der Sportunterricht mit verschiedenen Sinnperspektiven belegt und begründet. Die Aufgabe der Lehrkraft liegt im Sportunterricht darin, diese Perspektiven mit den Schülern zu thematisieren und ihnen diese nachvollziehbar zu erläutern. Folgende sechs Sinnperspektiven wurden nach Kurz (2004) in einem Gutachten dargestellt, begründet und wiederum für die Universität Bielefeld knapp wiedergegeben:

Leistung“. Unter dieser Perspektive geht es um das Bestreben, in Leistungssituationen des Sports zu bestehen, und um die Entwicklung der Einstellung zur Leistung.

Miteinander“. Unter dieser Perspektive geht es darum, dass Sport wesentlich aus der Gemeinschaft mit anderen Menschen lebt, diese Gemeinschaft aber gelernt werden muss.

Ausdruck“. Unter dieser Perspektive geht es um die expressiven Möglichkeiten des Körpers und ihre Gestaltung in der Bewegung.

Eindruck“. Unter dieser Perspektive geht es um die besonderen Bewegungs- und Körpererfahrungen im Sport und die Förderung einer vielseitigen Wahrnehmungsfähigkeit.

Wagnis“. Unter dieser Perspektive geht es um den Reiz von Situationen mit ungewissem Ausgang und die Bewährung in ihnen.

Gesundheit“. Unter dieser Perspektive geht es um Gesundheit und körperliches Wohlbefinden und den Beitrag, den der Sport dazu leisten kann.

CrossFit bietet aufgrund seiner zahlreichen Elemente aus unterschiedlichen Sportarten (Turnen, Gewichtheben, Ausdauersportarten, …) vielfältige Möglichkeiten zur pädagogisch-didaktischen Legitimation nach den oben genannten Sinnperspektiven. Beispielsweise können turnerische Elemente (Calisthenics, Turnen mit Musik, etc.) die „expressiven Möglichkeiten“ des menschlichen Körpers unter der Perspektive „Ausdruck“ verdeutlichen. Die Perspektive „Wagnis“ ist sowohl kurz vor einem Workout, als auch während eines Workouts zu finden. Die Athleten begeben sich dabei stets in Situationen, deren Ausgang ungewiss ist und in denen sie sich bewähren müssen, um ihre individuelle Fitness unter Beweis zu stellen. Unter der Sinnperspektive „Eindruck“ könnten beispielsweise verschiedene Intensitäten von Ausdauerbelastungen thematisiert werden (vgl. Kap. 2.3.2, der dritte Fitnessstandard von CrossFit) und inwiefern die Schüler die Belastung während eines Workouts selbst beeinflussen oder steuern können (vgl. pacing und scaling) [2],[3]. Eine besonders wichtige Sinnperspektive ist die der „Gesundheit“. Sport bildet die Grundlage für eine zufriedenstellende Gesundheit, was an dieser Stelle nicht gesondert erläutert werden muss (vgl. Sygusch, 2007, S. 33). Jedoch kann dies im Unterricht thematisiert werden, vor allem im Zusammenhang mit CrossFit. Als Beispiel wäre hier die Kniegesundheit zu nennen. Nur allzu oft wird behauptet, dass Kniebeugen schlecht für die Knie seien (vgl. Klein, 1961). Das stimmt allerdings nur, wenn diese falsch ausgeführt werden. Bei richtiger Ausführung und Trainingssteuerung stellt die Kniebeuge eine der besten Übungen dar, die Athleten in ihr Training integrieren können (vgl. Rippetoe, 2011, S. 9 ff.; Taeger, 2015, S. 86 ff.).

Die Sinnperspektive „Leistung“ nimmt im CrossFit eine besondere Rolle ein, denn die Leistungssteigerung ist ein wesentlicher Aspekt des Trainings. Zudem trägt die Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit (Allgemeine Sportlichkeit, Koordination, Beweglichkeit, Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer) zum körperlich-sportlichen Selbstkonzept bei, was im Rahmen dieser Arbeit untersucht wurde (vgl. Kap. 6). Damit die Selbsteinschätzung bewertet werden kann, bedarf es einer sozialen Bezugsnorm, welche durch die pädagogische Perspektive „Miteinander“ in die Sequenz eingebettet wurde. Im Umgang miteinander lernen die Schüler ihre eigenen Stärken und Schwächen kennen. Die Stärken können dann bewusst in Gruppenaufgaben eingesetzt werden und durch Differenzierung kann zugleich an den Schwächen gearbeitet werden, sodass jeder seine individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten stets erweitern kann. Grundlage dafür ist aber, dass die Schüler sich ihrer Stärken und Schwächen in verschiedenen Domänen bewusst sind. Deshalb hängen die Perspektiven Leistung und Miteinander stark zusammen und werden vorwiegend in dieser Unterrichtssequenz behandelt. Die besondere Stellung dieser beiden pädagogischen Perspektiven wird vor allem im Zusammenhang mit den psychosozialen Ressourcen deutlich. Beide Perspektiven tragen zum Doppelauftrag des Sports bei (Erziehung zum Sport und Erziehung durch Sport), was nachfolgend erklärt wird. Die Leistung trägt nach Sygusch (2007, S, 31) einerseits in Form von „Weiterentwicklung des individuellen Könnens“ (sportliche Handlungs- und Leistungsfähigkeit) zur Persönlichkeits- und Teamentwicklung (Erziehung zum Sport) bei. Beispielsweise werden hier die Selbstwirksamkeit, die Kooperationsfähigkeit und der Gruppenzusammenhalt als mögliche Inhalte des Unterrichts im Zusammenhang mit der pädagogischen Perspektive der Leistung genannt. Andererseits ermöglicht die Auseinandersetzung mit „selbstbezogenen und sozial-kooperativen Erfahrungen in Lern- und Leistungssituationen des Sports“, die Ausbildung dieser Ressourcen (Erziehung durch Sport). Ebenso trägt die Perspektive Miteinander zum Doppelauftrag bei. Erstens lernen die Schüler soziale Rahmenbedingungen und soziale Ressourcen kennen, die zum Erfolg der Gruppe beitragen können (Erziehung zum Sport). Zweitens werden gerade durch die sportliche Aktivität mit und gegen andere Gruppen genau diese sozialen Ressourcen gefördert, die es „Kindern und Jugendlichen ermöglichen, zunehmend selbstständig und verantwortungsvoll in sozialen Umfeldern zu agieren“ (Sygusch, 2007, S. 32).

Die weiteren pädagogischen Perspektiven Eindruck, Ausdruck, Gesundheit und Wagnis tragen vor allem in Form der Erziehung durch Sport zur Persönlichkeits- und Teamentwicklung der Schüler bei. Im Sinne der didaktischen Reduktion wurden aber in dieser Arbeit nur die Perspektiven Leistung und Miteinander thematisiert.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass CrossFit im Sportunterricht sowohl durch die psychosozialen Ressourcen als auch durch die Mehrperspektivität seinen Beitrag zur Erziehung zum und durch Sport erfährt. Diese beiden Legitimationsgrundlagen sind dabei nicht als Gegenpole zu verstehen, sondern als pädagogische Positionen, die sich gegenseitig ergänzen. „Eine systematische Förderung psychosozialer Ressourcen im und durch Sport muss an solche Ressourcen ansetzen, die zur Bewältigung sportspezifischer Anforderungen von zentraler Bedeutung sind“ (Herrmann & Sygusch, 2009a, S. 7). Das setzt das „Aufgreifen, Inszenieren und Thematisieren“ von Lernsituationen voraus, weshalb sich einige Aufgaben dieser Unterrichtssequenz an den bereits vorliegenden Förderkonzepten (z.B. Herrmann & Sygusch, 2009a/b; Sygusch & Weller, 2005) orientieren.

4.2 Lernzielanalyse

In nachfolgender Tabelle werden zunächst alle Lernziele aufgeführt und anhand der adressierten Lernbereiche „Selbstständiges Trainieren“, „CrossFit“ und „Psychosoziale Ressourcen & Pädagogische Perspektiven“ unterteilt. Wichtig ist dabei zu verstehen, dass die Unterteilung keine strikte Trennung dieser Lernbereiche bedeutet, da sich die Lernziele gegenseitig ergänzen und beeinflussen. Sie dient lediglich einer Vereinfachung der anschließenden Analyse.

Tab. 2. Gliederung der Lernziele nach den Lernbereichen „Selbstständiges Trainieren“, „CrossFit“ und „Psychosoziale Ressourcen & Pädagogische Perspektiven“.

Lernbereich I: „Selbstständiges Trainieren“
– Ziel 1.2: Die Schüler lernen die Merkmale verschiedener Kniebeugetechniken kennen und können diese benennen.

 

– Ziel 3.1: Die Schüler sollen mit Hilfe des Kreuzhebens lernen, wie schwere Gegenstände richtig vom Boden aufgehoben werden.

– Ziel 5.1: Die Schüler sollen lernen, dass die Hüftstreckung eine wichtige Komponente der Leistungsfähigkeit darstellt.

Lernbereich II: „CrossFit“
– Ziel 1.1: Die Schüler erhalten erste Einblicke in die Trendsportart CrossFit und verstehen den Begriff der „Fitness“.

 

– Ziel 2.1: Die Schüler sollen neue Übungen aus der Sportart CrossFit kennenlernen (Bereich Gewichtheben, Krafttraining).

– Ziel 3.2: Die Schüler sollen weitere Übungen der Trendsportart CrossFit kennenlernen (Bereich Strongman, Gewichtheben, Krafttraining, Gymnastik).

– Ziel 4.2: Die Schüler sollen weitere Übungen der Trendsportart CrossFit kennenlernen (Bereich Strongman, Gymnastik).

– Ziel 5.2: Die Schüler sollen weitere Übungen aus der Sportart CrossFit kennenlernen (Bereich Gewichtheben, Krafttraining).

Lernbereich III: „Psychosoziale Ressourcen & Pädagogische Perspektiven“
– Ziel 1.3: Die Schüler sollen durch das gegenseitigen Coachen die pädagogische Perspektive „Miteinander“ kennenlernen.

 

– Ziel 2.2: Die Schüler sollen die Teillernmethode als Methode des Bewegungslernens kennenlernen.

– Ziel 2.3: Die Schüler sollen ihre eigene Leistung einschätzen, testen und reflektieren.

– Ziel 3.3: Die Schüler lernen die pädagogische Perspektive „Miteinander“ kennen.

– Ziel 4.1: Die Schüler sollen durch das Einschätzen und Testen ihrer sportlichen Fähigkeiten ein realistischeres körperliches Selbstkonzept aufbauen.

– Ziel 4.3: Die Schüler lernen die pädagogische Perspektive „Leistung“ kennen.

– Ziel 5.3: Die Schüler sollen ihre Leistung für das Workout einschätzen, testen und reflektieren.

 

Lernbereich I: Selbstständiges Trainieren

Unter diesem Lernbereich wurden alle Ziele zusammengefasst, die vorrangig sportartunspezifisch zum selbstständigen Trainieren beitragen können, was ein übergeordnetes Ziel des Sportunterrichts darstellt (ISB, 2004h, S. 54). Dabei lernen die Schüler die technischen Merkmale verschiedener Übungen kennen, die für ein gesundheitsorientiertes Krafttraining nötig sind. Einige Beispiele hierfür wären zum Beispiel die Kniebeuge, deren Nutzen bereits (vgl. Kap. 4.1.2) beschrieben wurde, sowie das Kreuzheben, welches neben dem Sport auch den Alltagsbezug aufweist. Dadurch lernen die Schüler schwere Gegenstände in der Arbeit oder ihrer Freizeit richtig zu heben.

 

Lernbereich II: „CrossFit“

In diesem Lernbereich sind alle Lernziele enthalten, die auf CrossFit zurückzuführen sind. Da CrossFit eine Trendsportart ist, die sich aus vielen anderen Sportarten zusammensetzt, sind somit sportartspezifische Lernziele der wesentliche Inhalt. Dies wurde bereits in der ersten Unterrichtseinheit verdeutlicht, in der die Schüler verschiedene Bilder von Sportlern sortieren mussten. Zu sehen waren Turner, Gewichtheber, Strongmen, Kraftdreikämpfer und Ausdauerathleten wie zum Beispiel Schwimmer, Läufer, Radfahrer und Ruderer. Bezogen auf die Frage, wer von diesen Sportlern ihrer Meinung nach der Fitteste sei, konnten die Schüler bereits erste Vorstellungen über den Fitnessbegriffs von CrossFit erhalten. In weiteren Unterrichtsstunden wurde das Bewegungs- und Übungsrepertoire der Schüler aus oben genannten Sportarten erweitert und in kleinere CrossFit-Workouts integriert. Zusammenfassend geht es dabei lediglich um das Kennenlernen verschiedener Sportübungen aus den unterschiedlichen Bereichen von CrossFit.

 

Lernbereich III: Psychosoziale Ressourcen & Pädagogische Perspektiven

Der letzte Lernbereich beschäftigt sich mit Lernzielen, die durch die Psychosozialen Ressourcen und die pädagogischen Perspektiven der Mehrperspektivität vermittelt werden. Sie umfassen weniger das Wissen im eigentlichen Sinne sondern sind vielmehr dem Kompetenzbegriff zuzuordnen. Kompetenzen sind nach Weinert (2001, S.27f ) „die bei Individuen verfügbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten, um die Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können.“ Psychosoziale Ressourcen kommen diesem Kompetenzbegriff sehr nahe, da sie sportbezogene Kompetenzen fördern. Dementsprechend muss „eine systematische Förderung psychosozialer Ressourcen im und durch Sport […] an solchen Ressourcen ansetzen, die zur Bewältigung sportspezifischer Anforderungen von zentraler Bedeutung sind“ (Sygusch, 2007, S. 64). Genau das wurde bei der Planung der Unterrichtsequenz und dieser Lernziele beachtet. Beispielsweise sind beim gegenseitigen Coachen die Ressourcen „körperlich-sportliches Selbstkonzept“, „Aufgabenzusammenhalt“, „Aufgabenzugehörigkeit“ und „Kooperationsfähigkeit“ gefragt. Zudem ergänzen sich hier die psychosozialen Ressourcen mit den pädagogischen Perspektiven „Miteinander“ und „Leistung“. Wie bereits beschrieben (vgl. Kap. 4.1.2) hängen diese beiden Perspektiven stark zusammen, wenn es um die Förderung des körperlich-sportlichen Selbstkonzepts geht, was abschließend der Forschungsgegenstand dieser Arbeit ist (vgl. Kap. 6).

 

 

 

4.3 Methodisch-didaktische Entscheidungen

Bezüglich der methodisch-didaktischen Überlegungen ist anzumerken, dass sich klassische CrossFit-Einheiten ein wenig vom Sportunterricht unterscheiden. Der Aufbau des Sportunterrichts kann anhand der einzelnen Stundenabschnitte (vgl. Kap. 9) nachvollzogen werden. Das CrossFit-Training dauert üblicherweise etwa eine Stunde. Es beginnt ebenfalls mit einem Aufwärmteil. Anschließend folgt ein Technikteil (auch Fertigkeitstraining oder „skill developement“ genannt), worin die relevanten Übungen für das darauffolgende „workout of the day“ (kurz: wod) mit Hilfe methodischer Übungsreihen hergeleitet, gefestigt oder vertieft werden. Ergänzend findet in diesem Teil häufig auch klassisches Krafttraining statt. Danach folgt das Workout, das entweder aus mehreren Runden aufeinanderfolgender Übungen besteht, die in schnellstmöglicher Zeit absolviert werden müssen (vgl. Kap. 9.1.2) oder es steht eine vorgeschriebene Zeit zur Verfügung, in der so viele Runden wie möglich durchgeführt werden sollen (vgl. Kap. 9.1.1). Zum Schluss werden Übungen zur Verbesserung der Beweglichkeit oder ergänzende Kraftübungen ausgeführt, die sich an den individuellen Schwächen der Trainierenden orientieren.[4],[5]

Dieser Ablauf lässt sich sehr gut auf den Sportunterricht übertragen, zumal dort mehr Zeit zur Verfügung steht (vgl. Kap. 9.1). Im Gegensatz zum Sportunterricht ist ein CrossFit-Kurs oftmals sehr frontal und instruktiv gestaltet. Das bedeutet, dass der Trainer vor der Klasse steht, Übungen vormacht und die Übenden diese dann wiederholen. Nach Meyer (2004) ist die Methodenvielfalt eines der zehn Merkmale eines guten Unterrichts (Meyer, 2010, S. 74ff). Dieses Merkmal wurde gezielt eingesetzt, um von der frontalen Lehrmethode abzuweichen, was den Unterricht abwechslungsreicher gestaltete. So wurden zum Beispiel Elemente aus dem Gewichtheben instruktiv vermittelt (vgl. The Medicine Ball Clean Kap. 9.1.2). Andere Elemente sollten wiederum von den Schülern selbst erarbeitet werden (vgl. Kniebeuge Kap. 9.1.1, Shoulder/ Push Press Kap. 9.1.2).

Ein weiterer wesentlicher Unterschied zwischen CrossFit in einer Box und CrossFit in der Schule wird durch die Rahmenbedingungen (vgl. Kap. 3.4) an der Schule bedingt. Da weder das nötige Equipment noch die Beschaffenheit des Bodens der Halle für das Gewichtheben ausreichend war, musste auf diesen wichtigen Teil von CrossFit verzichtet werden. Diese Übungen wurden aber durch ähnliche Übungen ersetzt. Das Umsetzen einer Langhantel kann durch das Umsetzen eines Medizinballes (The Medicine Ball Clean) nachgeahmt werden, das Langhantelreißen wurde durch einarmiges Kurzhantelreißen (vgl. Dumbbell Snatch, Kap. 9.1.5) ersetzt.

 

 

 

4.4 Sequenzplanung

Tab. 3. Tabellarische Aufstellung der Unterrichtssequenz

Unterrichtsstunde Thema
1. Doppelstunde Einführung in die Trendsportart CrossFit und die Kniebeuge.
2. Doppelstunde Einführung in das Gewichtheben – Vorübungen mit dem Medizinball.
3. Doppelstunde Das Kreuzheben – Das richtige Heben schwerer Gegenstände.
4. Doppelstunde Die Leistung als zentraler Begriff von CrossFit.
5. Doppelstunde Die Hüftstreckung als wichtige Komponente der sportlichen Leistungsfähigkeit

 

5. Reflexion der Unterrichtssequenz

In diesem Kapitel wird die Unterrichtssequenz im Hinblick auf die erste Forschungsfrage reflektiert. Dabei soll geklärt werden, wie CrossFit in einer Mittelschule implementiert werden kann. In Rückbezug auf die vorangegangene Sach-und Bedingungsanalyse werden festgestellte Barrieren während des Projekts genannt und entsprechende Lösungsansätze vorgestellt.

Bei der Legitimation von CrossFit im Schulunterricht konnte sowohl aus pädagogisch-didaktischer Sicht, als auch seitens der Lehrpläne keinerlei Probleme festgestellt werden. Auch das Thema der Unterrichtssequenz und die darin begründeten fachwissenschaftlichen Grundlagen waren eine interessante und motivierende Abwechslung für die meisten Schüler. Die in Kapitel 3.3 erwähnten „Aversionen gegenüber anstrengenden Kraft- und Ausdauerleistungen“ konnten durch Motivation und durch positive Rückmeldungen überwunden werden. Das gegenseitige Coachen in Erarbeitungsphasen, sowie das Anfeuern der Schüler untereinander während den Workouts zeigten sich hier als erfolgreiche Instrumente.

Ebenfalls konnten die „Tendenzen zur Sparsamkeit, Zweckgerichtetheit und Ökonomie“ (vgl. Kap. 3.3) in diesen Unterrichtseinheiten beobachtet werden. Als Beispiel hierfür wären sog. „Wallball Shots“ (vgl. Kap. 2.3.3) zu nennen. Dabei versuchten die Schüler stets, die Kniebeuge ökonomischer und zweckgerichtet zu gestalten. Sie führten somit keine volle Kniebeuge mehr aus, sondern gingen nur noch so tief in die Hocke, wie es nötig war, um das Ziel bzw. den Zweck (über die Markierung zu werfen) zu realisieren. Diesem Umstand konnte gezielt entgegengewirkt werden, indem auf der einen Seite der Lehrer häufig Feedback über die Bewegungsausführung gab. Auf der anderen Seite sollten die Schüler sich gegenseitig bewerten bzw. coachen. Eine ausgeführte Wiederholung, die nicht den Standards entsprach, durfte nicht gezählt werden (umgangssprachlich: no-rep) und musste somit richtig wiederholt werden.

Zudem traten einige Barrieren auf, die dem institutionellen Rahmen der Schule zuzuordnen sind. Dazu zählt vor allem das fehlende Equipment. Einerseits müsste der Boden der Trainingshalle entsprechend präpariert sein, damit das Gewicht aus Sicherheitsgründen fallen gelassen werden kann und andererseits bräuchte jeder Schüler eine Langhantel mit Gewichtsscheiben. Aus diesen Gründen wurde für dieses Projekt auf das Gewichtheben verzichtet. Dies stellte aber kein Problem dar, denn Anfänger sollten unabhängig davon nicht mit solchen hohen Belastungen konfrontiert werden. Zudem konnten die dadurch weggefallenen Übungen durch entsprechende Vorübungen kompensiert werden (vgl. Kap. 4.3). Die große Übungsauswahl sowie die Möglichkeiten zur Individualisierung und Differenzierung stellen auf jeden Fall die größten Vorteile von CrossFit dar, die auch positiv zur Umsetzung dieses Projekts beigetragen haben.

Ein weiteres Problem des institutionellen Rahmens der Schule zeigte sich in der großen Schülerzahl. Diese Klasse bestand aus 26 Schülern, was der Organisation und Planung des Unterrichts oftmals im Wege stand. Diesem Umstand konnte mit Hilfe des Stationenlernens entgegengewirkt werden (vgl. Kap. 9.1.2). Zudem konnten die Schüler durch die Methode des gegenseitigen Coachens (vgl. Kap. 2.2) zielgerichtet eingesetzt werden, was den Lehraufwand deutlich verringerte. Das war zum Beispiel bei Partner- oder Gruppenworkouts der Fall. Die Schüler, die gerade nicht aktiv am Workout teilnahmen und pausierten, konnten auf die saubere technische Ausführung der aktiven Schüler achten (vgl. Kap. 9.1.1, „you go i go“). Dennoch wäre hier eine zweite Lehrkraft von Vorteil, vor allem wenn es darum geht, den Schülern technisch anspruchsvollere Übungen beizubringen.

Zusammenfassend verliefen alle Unterrichtsstunden reibungslos und wie geplant. Die abschließenden Workouts waren vielfältig und motivierend gestaltet und konnten gut auf die jeweilige Leistungsfähigkeit der Schüler angepasst werden. Für die leistungsstärkeren Schüler waren manche Workouts zwar noch zu leicht, da sie schwerere Gewichte benötigt hätten (zum Beispiel bei den Wallball Shots), jedoch ist es legitim hier den Fokus auf eine saubere Ausführung der Übungen zu legen. Der Aufbau von Geräten und das Erlernen neuer Übungen nahmen einige Zeit in Anspruch. Diese Zeit konnte allerdings mit fortschreitender Automatisierung minimiert werden. Je größer das Bewegungsrepertoire der Schüler war, desto weniger Zeit musste für das Erlernen neuer Übungen aufgebracht werden. Das führte ebenso zu einem Zuwachs an tatsächlicher Bewegungszeit.

Rückblickend auf die Ausgangsfrage wie CrossFit in einer Mittelschule implementiert werden kann ist zu sagen, dass sowohl die Methodenvielfalt als auch die große Übungsauswahl im CrossFit zu einer erfolgreichen Implementierung in der Schule beigetragen haben. Ebenso das Feedback des Lehrers sowie das Wissen über Differenzierungsmöglichkeiten führten dazu, dass die Schüler stets motiviert waren oder sich gegenseitig motivieren konnten, was letztendlich den Erfolg des Projekts bedeutete.

[1] Deshalb gibt es im CrossFit sog. „movement standards“ die die Bewegungsamplitude vieler Übungen festlegen. Dies garantiert einerseits eine Vergleichbarkeit während eines Wettkampfes zwischen den Athleten und andererseits schützt es die Athleten vor falschen Belastungen (Kniebeugen müssen immer „below parallel“ durchgeführt werden). Ein Beispiel hierfür ist auf der Homepage de zu finden (The CrossFit Open, 2015).

[2] Durch sogenanntes „scaling“ kann die Intensität eines Workouts vor der Belastung an die individuelle Leistungsfähigkeit angepasst werden. Als Synonym kann der Begriff der Differenzierung aus der Pädagogik verwendet werden (vgl. Gordon, J., 2015).

[3] Durch sogenanntes „pacing“ kann die Intensität während eines Workouts beeinflusst werden. Anstatt die vorgeschriebene Wiederholungszahl in einem Stück durchzuziehen, kann diese auch in kleinere Sätze aufgeteilt werden (z. B. 15 wallball shots sind intensiver als zwei Sätze mit acht und sieben Wiederholungen und einer kleineren Pause dazwischen), (vgl. Beers, E., 2014).

[4] CrossFit Black Forest (2015). Aufbau CrossFit-Einheit.

[5] Athletic Training Berlin (2014). CrossFit – Kritik.

6. Das physische Selbstkonzept

Das körperlich-sportliche Selbstkonzept ist ein Teilbereich der psychosozialen Ressourcen (vgl. Sygusch, 2007). Es nimmt in der Kindheits- und Jugendforschung einen hohen Stellenwert ein, da ein stabiles Selbstkonzept sich positiv auf die Bewältigung von Anforderungen und Belastungen im Alltag, in der Schule, Familie, Freizeit und im Sport auswirken kann. Somit ist es besonders wichtig, wenn es um die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen geht (u.a. Brettschneider & Kleine, 2002; Hurrelmann, 2002).

Mrazek & Hartmann (1989) gehen davon aus, dass sich das Selbstkonzept eines jeden Menschen durch dessen Erfahrungen in verschiedenen Lebensbereichen bildet. Diese Erfahrungen werden bewertet und interpretiert, wodurch sich eigene Vorstellungen über Fähigkeiten, Eigenschaften, Verhalten und Handlungsmöglichkeiten sowie deren Bedeutung und Qualität ausbilden. In Anlehnung an das Selbstkonzeptmodell von Marsh (Marsh & Redmaine, 1994) und von Fox & Corbin (1989) ist das Selbstkonzept multidimensional und hierarchisch strukturiert, was auch in Abbildung 2 dargestellt wird.

 

Abb. 5. Hierarchisches Modell des physischen Selbstkonzepts (angelehnt u.a. an Alfermann, Saborowski & Würth, 1997; Marsh & Redmayne, 1994; Fox & Corbin, 1989).

Nach Stiller, Würth und Alfermann (2004) wird das physische Selbstkonzept „als Teil des Selbstkonzepts aufgefasst, in dem alle selbstbezogenen Informationen subsummiert sind, die sich auf den eigenen Körper beziehen“ (S. 2). Diese körperbezogenen Informationen sind Resultat der subjektiven Wahrnehmung der physischen Fähigkeiten einerseits (Koordination, Beweglichkeit, Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer), die zusammenfassend als „allgemeine Sportlichkeit“ bezeichnet werden (vgl. Würth, 2001) und andererseits der physischen Attraktivität. Entsprechende Definitionen und Erläuterungen der physischen Fähigkeiten, auch bekannt als sportmotorische Dimensionen oder motorische Hauptbeanspruchungsformen liefert unter anderem Weineck (2010). Diese können aufgrund ihrer Komplexität nicht im Rahmen dieser Arbeit in ihrer Vollständigkeit erfasst werden. Daher werden diese nur kurz definiert.

Koordination ist nach Meinel & Schnabel (2015) die „Abstimmung aller Teilprozesse des motorischen Akts im Hinblick auf […] den Zweck, der durch den Bewegungsvollzug als Handlungsbestandteil erreicht werden soll“ (S. 32).

Beweglichkeit meint „die Fähigkeit und Eigenschaft des Sportlers, Bewegungen mit großer Schwingungsweite selbst oder unter dem unterstützenden Einfluss äußerer Kräfte in einem oder mehreren Gelenken ausführen zu können“ (Weineck, 2010, S. 735).

„Schnelligkeit im Sport [ist] die Fähigkeit, […] höchstmögliche Reaktions- und Bewegungsgeschwindigkeiten unter bestimmten gegebenen Bedingungen zu erzielen“ (Grosser, 1991, S. 13).

Die Kraft besteht wiederum aus mehreren Komponenten (Maximalkraft, Kraftausdauer, Schnellkraft). Im allgemeinen Verständnis ist damit aber die Maximalkraft gemeint. Diese „stellt die höchstmögliche Kraft dar, die das Nerv-Muskel-System bei maximaler willkürlicher Kontraktion auszuüben vermag“ (Weineck, 2010, S. 371).

„Die Ausdauer ist eine konditionelle Fähigkeit, die eine belastungsadäquate Energieversorgung des Organismus sichert, ermüdungsbedingte Leistungs- oder Geschwindigkeitsabnahmen bei sportlichen Belastungen verzögert und die Erholungsfähigkeit beeinflusst“ (Hugenrott & Neumann, 2014, S. 115).

Diese sportmotorischen Dimensionen als Bestandteil der sportlichen Kompetenz, werden zusammen mit der physischen Attraktivität unter dem Begriff des physischen Selbstwertes oder synonym als physisches Selbstkonzept zusammengefasst. Nachfolgend werden beide gesondert betrachtet.

6.1 Physische Attraktivität

Ausgehend von ihren früheren Arbeiten haben Alfermann, Saborowski und Würth (1997) eine Skala zur Erfassung der physischen Attraktivität entwickelt. Diese basiert auf der Skala zur Erfassung des Körperselbstkonzepts für Erwachsene. Darin wurde die „Einstellung zum Körper im Sinne der Bewertung des eigenen Körpers“, „die Einschätzung der eigenen physischen Fitness“, und letztlich „die Einschätzung der eigenen Figur“ untersucht. In der aktuelleren Arbeit verwendeten sie eine modifizierte Fassung des Körperselbstkonzept-Fragebogens (KSK), in der sie die Subskalen „positive Einstellung“ und die „negative Einstellung zum Körper“ betrachteten (Alfermann & Stoll, 1996). In der Endfassung enthält diese Skala zehn Items, die auf vierstufigen Likert-Skalen beantwortet werden müssen. Davon sind drei negativ formuliert (-) und müssen somit erst umkodiert werden. Dieser Fragebogen (vgl. Kap. 9.3) wurde auch in dieser Arbeit zur Erfassung der physischen Attraktivität verwendet (vgl. Tab. 4).

 

 

Tab. 4. Skala zur Erfassung der physischen Attraktivität nach Alfermann, Saborowski & Würth, 1997, S.23.

Skala Items
Skala 7

 

Physische Attraktivität

1. Ich habe ein ausdrucksvolles und interessantes Gesicht.
2. Ich fühle mich in meinem Körper zu Hause.
3. Ich neige dazu, meinen Körper zu verstecken. (-)
4. Ich bin mit meinem Körper zufrieden.
5. Manchmal mag ich meinen Körper nicht. (-)
6. Ich bin stolz auf meinen Körper.
7. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass andere mich wegen meines Aussehens anziehend finden. (-)
8. Wenn ich mich vom Aussehen her mit anderen vergleiche, bin ich der Meinung, dass ich mich sehen lassen kann.
9. Ich wirke auf andere anziehend.
10. Ich bin mit meinem Aussehen zufrieden.

6.2 Selbstkonzept sportlicher Leistungsfähigkeit

Angelehnt an Marsh und Redmayne (1994) hat Alfermann das Selbstkonzept sportlicher Leistungsfähigkeit mit Hilfe von sechs Subskalen erfasst. Dazu zählt die allgemeine sportliche Kompetenz sowie vier der fünf Dimensionen sportlicher Fähigkeiten (Ausdauer, Kraft, Koordinationsfähigkeit und Beweglichkeit). Die Skala zur Erfassung der Schnelligkeit wurde von Alfermann und ihrer Arbeitsgruppe neu entwickelt und ergänzt, da diese einen wichtigen Bestandteil der sportlichen Kompetenz darstellt, jedoch von Marsh und Redmayne unberücksichtigt blieb (siehe Abb. 2).

Die Endfassung von Alfermann (1997), die auch Grundlage für diese Arbeit war, enthält in jeder der sechs Subskalen jeweils sechs Items, die wiederum auf vierstufigen Likert-Skalen von 1 (trifft nicht zu) bis 4 (trifft zu) beantwortet wurden. In nachfolgender Tabelle werden die verschiedenen Items entsprechend ihrer zugehörigen Skala aufgelistet.

Tab. 5. Skalen zur Erfassung des Selbstkonzepts sportlicher Leistungsfähigkeit nach Alfermann, Saborowski & Würth, 1997, S. 24f.

Skala Items
Skala 1

 

Beweglichkeit

1. Ich denke, dass ich für die meisten Sportarten beweglich genug bin.
6. Ich kann meinen Körper ganz gut drehen, wenden und verbiegen.
13. Ich denke, dass ich in einem Test, der die Beweglichkeit misst, ganz gut abschneiden würde.
15. Mein Körper ist beweglich.
23. Meine Körperteile lassen sich ganz gut in alle Richtungen biegen und bewegen.
28. Mein Körper ist steif und unbeweglich. (-)
Skala 2

 

Koordination

2. Bei den meisten körperlichen Betätigungen sind meine Bewegungen weich und gleichmäßig.
10. Ich finde, mein Körper kann gleichmäßige Bewegungen leicht ausführen.
20. Es fällt mir leicht, die Bewegungen meines Körpers zu kontrollieren.
25. Beim Sport sehen meine Bewegungen schön aus und sind aufeinander abgestimmt.
34. Ich kann gut meine Bewegungen koordinieren.
36. Ich fühle mich sicher im Ausführen von schwierigen und schnell aufeinanderfolgenden Bewegungen.
Skala 3

 

Kraft

3. In einem Test, der Kraft misst, wäre ich gut.
4. Ich kann leicht schwere Dinge hochheben.
7. Ich bin stärker als die meisten anderen in meinem Alter.
16. Ich habe eine Menge Kraft in meinem Körper.
17. Ich bin schwach und habe keine Muskeln. (-)
21. Ich bin körperlich stark.
Skala 4

 

Schnelligkeit

5. In einem Test, der Schnelligkeit misst, würde ich gut abschneiden.
9. Über eine kurze Strecke bin ich schneller als die meisten meines Alters.
11. Ich kann eine schnelle Bewegung oft hintereinander ausführen.
12. In Sportdisziplinen, wo man sehr schnell reagieren muss, bin ich gut.
29. Es fällt mir schwer, Bewegungen ganz schnell auszuführen. (-)
31. Über eine kurze Strecke kann ich sehr schnell laufen.
Skala 5

 

Ausdauer

22. In einem Test, der körperliches Durchhaltevermögen misst, wäre ich gut.
24. Ich denke, dass ich eine lange Strecke laufen könnte ohne müde zu werden.
26. Ich bin gut in Ausdauersportarten wie Langstreckenlauf, Aerobic, Radfahren, Schwimmen oder Skilanglauf.
27. Ich kann eine weite Strecke rennen ohne anzuhalten.
33. Ich könnte 5 km joggen ohne stehenzubleiben.
35. Ich kann eine lange Zeit körperlich aktiv sein ohne müde zu werden.
Skala 6

 

Allgemeine Sportlichkeit

8. In den meisten Sportarten bin ich gut.
14. Die meisten Sportarten fallen mir leicht.
18. Ich bin besser im Sport als die meisten meiner Freunde.
19. Andere Leute denken, dass ich gut im Sport bin.
30. Ich habe gute sportliche Fähigkeiten.
32. In Sportspielen bin ich gut.

 

6.3 Die Messung des physischen Selbstkonzepts

Wie bereits im vorherigen Kapitel erwähnt, beruht dieser Fragebogen (vgl. Kap. 9.3) auf den Arbeiten von Alfermann, Saborowski und Würth (1997). Es existieren zwar weitere deutschsprachige Instrumente zur Messung des physischen Selbstkonzepts (vgl. Mrazek, 1987; Seiffge-Krenke, 1987; Clement & Löwe ,1996; Strauß & Richter-Appelt, 1996; sowie die Frankfurter Körperkonzeptskalen von Deusinger, 1998, zitiert nach Stiller, Würth & Alfermann, 2004, S. 240), jedoch eignen sich diese nicht für sportpsychologische Fragestellungen. Aus diesem Grund orientierten sich Alfermann, Saworowski und Würth (1997) bei der Entwicklung ihrer Skalen zur Messung des physischen Selbstkonzepts an den Überlegungen von Shavelson, Hubner und Stanton (1976). Die Konstruktion der Skalen lehnten sie am Physical Self Description Questionaire (PSDQ) nach Marsh & Redmaine (1994) an. Später wurde der Fragebogen zum Körperselbstbild (KSP) nach Alfermann & Stoll (2000, S. 9ff) sowie die selbstkonstruierten Items ergänzt. Der endgültige Fragebogen dieser Arbeiten zeichnet sich durch „zufrieden stellende bis sehr gute“ Ergebnisse bezüglich der Reliabilität und der Validität aus (vgl. Stiller, Würth & Alfermann, 2004).

Im Rahmen dieser Untersuchung sollten die Veränderungen des physischen Selbstkonzepts anhand einer Intervention ermittelt werden. Dafür wurden die Probanden vor und nach der Unterrichtssequenz „CrossFit an der Schule“ mit Hilfe des Fragebogens (vgl. Kap. 9.3) befragt. Einmal in der Woche fand eine doppelstündige Einheit statt, in der den Schülern die Sportart CrossFit näher gebracht wurde. Mit Hilfe sportdidaktischer und –pädagogischer Überlegungen (vgl. Kap. 4.) wurde der Unterricht aufbereitet, um gezielt an das physische Selbstkonzept anzuknüpfen. Die Stichprobenzahl n betrug zu Beginn der Intervention 20 Personen, wovon aber lediglich 11 Probanden übrig blieben. Dies lag zum einen daran, dass manche der Fragebögen aus der ersten Datenreihe falsch ausgefüllt wurden (Auslassungen, doppelte Kreuzchen oder Kreuzchen zwischen den Ausprägungen). Zum anderen fehlten in der letzten Erhebung einige Schüler. Damit eine individuelle Auswertung der Ergebnisse möglich ist, sollten sich die Probanden Codewörter ausdenken. Mit Hilfe dieser Codewörter konnten die Fragebögen vor der Intervention (erste Datenreihe) mit denen nach der Intervention (zweite Datenreihe) verglichen werden und somit Veränderungen im physischen Selbstkonzept einzelner Personen untersucht werden.

Bei der Auswertung der Fragebögen erwies sich das Programm Excel als sehr hilfreich. Dabei wurden zunächst die Ergebnisse vor der Intervention und anschließend die Ergebnisse nach der Intervention tabellarisch erfasst. Dabei konnten die einzelnen Items nach ihren entsprechenden Skalen sortiert und Durchschnittswerte errechnet werden. Dabei ist wichtig, dass invers gestellte Fragen (vgl. Kap. 6.1 und 6.2; mit (-) markiert) bei der Berechnung von Durchschnittswerten berücksichtigt werden. Auf Basis dieser Werte fanden abschließend die individuelle und die allgemeine Auswertung der Skalen des physischen Selbstkonzepts statt, was in folgendem Kapitel dargestellt werden soll.

6.4 Ergebnisse

Wie bereits im vorherigen Kapitel erwähnt, wurden die Ergebnisse sowohl allgemein, bezogen auf die Veränderung der einzelnen Skalen des physischen Selbstkonzepts, als auch individuell betrachtet. Bei der allgemeinen Auswertung der Skalen des physischen Selbstkonzepts wurden die Durchschnittswerte jeweils vor und nach der Intervention berechnet. Die individuelle Auswertung konzentriert sich auf die Änderungen bezüglich der einzelnen Probanden und wie sich deren Einschätzung des physischen Selbstkonzepts über den Interventionszeitraum verändert hat. Die daraus gewonnenen Ergebnisse werden nachfolgend grafisch dargestellt und erläutert.

 

 

 

6.4.1 Allgemeinen Ergebnisse der Skalen des physischen Selbstkonzepts

Die Auswertung der einzelnen Skalen des physischen Selbstkonzepts ergab die in Tab.11 hinterlegten Werte (vgl. Kap. 9.4). Diese wurden in folgender Grafik veranschaulicht.

 

Abb. 6. Durchschnittliche Änderung der Selbsteinschätzung bezüglich einzelner Skalen des physischen Selbstkonzepts.

Die Grafik zeigt die durchschnittliche Änderung der Selbsteinschätzung der einzelnen Skalen des physischen Selbstkonzepts. Hierbei wurden die ermittelten Daten vor der Unterrichtssequenz mit den Daten nach der Unterrichtssequenz verglichen. Je höher die Werte, desto besser wird die entsprechende Skala bezüglich einer sozialen Bezugsnorm eingeschätzt. Dabei zeigt sich ein Anstieg des Selbstkonzepts innerhalb der Skalen Kraft (+14%), Schnelligkeit (+6%), Koordination (+5%) und physische Attraktivität (+5%). Die Skalen Beweglichkeit (-2%), Ausdauer (-2%), und allgemeine Sportlichkeit (-3%) weisen niedrigere Werte auf, als zu Beginn der Intervention. Insgesamt schätzen die Schüler ihr physisches Selbstkonzept um 24% besser ein als zu Beginn der Untersuchung. Hervorzuheben ist die Skala Kraft, bei der der größte Anstieg zu verzeichnen ist. Im Durchschnitt schätzten die Schüler ihr physisches Selbstkonzept vor der Untersuchung auf einer 2,70 ein und konnten diesen Wert auf 2,79 steigern.

6.4.2 Die individuelle Ergebnisse

Die individuelle Auswertung (vgl. Kap. 9.5) bezieht sich auf die Veränderungen im physischen Selbstkonzept der einzelnen Personen. Dabei ist festzuhalten, dass sich sechs der Probanden nach der Intervention besser einschätzen (Insgesamt +13%). Bei fünf Probanden wurde nach der Unterrichtssequenz ein niedriger Wert festgestellt (Insgesamt -8%). In nachfolgenden Grafiken wurden die Personen entweder nach einer positiven Entwicklung (Abb. 7) oder einer rückläufigen Entwicklung (Abb. 8) des physischen Selbstkonzepts gruppiert.

 

Abb. 7. Die positive Entwicklung des physischen Selbstkonzepts.

 

In Abb. 7 wurden alle Probanden zusammengefasst, deren Einschätzung des physischen Selbstkonzepts nach der Intervention einen höheren Wert aufwiesen als der Ausgangswert vor der Unterrichtssequenz. Diese Schüler schätzen ihre sportlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten also nach dem Projekt besser ein. Am größten fällt der Anstieg des physischen Selbstkonzepts bei Person 11 aus (+26%), gefolgt von Person 7 (+21%), Person 1 (+20%), Person 5 (+5%), Person 8 (+4%) und Person 6 (+2%). Im Durchschnitt stieg die Selbsteinschätzung des physischen Selbstkonzepts dieser Gruppe von 2,65 um 13% auf 2,99.

Dem gegenüber wurden in nachfolgender Grafik (Abb. 8) alle Probanden aufgelistet, deren Einschätzung des physischen Selbstkonzepts über den Interventionszeitraum nachgelassen hat.

 

Abb. 8. Die rückläufige Entwicklung des physischen Selbstkonzepts.

 

Der geringste Rückgang ist bei Person 4 (-2%) zu verzeichnen, gefolgt von Person 3 (-2%), Person 2 (-3%), Person 10 (-9%) und abschließend mit höchster Verminderung Person 9 (-22%). Im Durchschnitt fiel das physische Selbstkonzepts dieser Gruppe von 2,75 zu Beginn auf 2,54 nach dem Projekt. Das entspricht einem Rückgang von etwa 8%.

Bei einem Vergleich der beiden eben genannten Gruppen fällt auf, dass sich die Personen, deren physisches Selbstkonzept gesunken ist, zu Beginn leistungsfähiger einschätzten als die Probanden, die insgesamt einen Zuwachs im Selbstkonzept zu verzeichnen haben.

6.5 Diskussion der Ergebnisse

Zunächst soll ein genauerer Blick auf die allgemeine Auswertung der einzelnen Skalen des physischen Selbstkonzepts geworfen werden. Diese Ergebnisse werden mit denen der individuellen Auswertung abgeglichen. Zudem wird versucht, die Entwicklung der Skalen des physischen Selbstkonzepts auf die Inhalte der Unterrichtssequenz zurückzuführen um Zusammenhänge zwischen dem Unterricht und der Änderung des physischen Selbstkonzepts darzustellen. Danach soll das Forschungsdesign kritisch betrachtet werden um eventuelle Schwachstellen für zukünftige Forschungen in diesem Bereich aufzudecken. In einem abschließenden Fazit wird der zweite Teil der Forschungsfrage beantwortet und zwar mit welchen Veränderungen im physischen Selbstkonzept zu rechnen ist.

6.5.1 Abgleich der allgemeinen und der individuellen Ergebnisse

Zunächst ist hervorzuheben, dass eine positive oder negative Entwicklung des physischen Selbstkonzepts nicht gleichbedeutend mit einer Wertung im Sinne von gut oder schlecht ist. Der Anstieg des physischen Selbstkonzepts kann sich auch nachteilig auswirken. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn sich die Schüler überschätzen und sich aufgrund dessen verletzen. Ebenso kann ein niedrigeres physisches Selbstkonzept von Vorteil sein, wenn dieses ein realistischeres Abbild der sportlichen Fähigkeiten der eigenen Person darstellt. Dieses wirklichkeitsnähere Bild kann in weiteren Trainingssituationen gezielt zur Trainingssteuerung und zur Anpassung des optimalen Trainingsreizes an die Leistungsfähigkeit dieser Person genutzt werden (sogenanntes „scaling“ vgl. Kap. 4.1.2). Wie wichtig der passende Trainingsreiz ist, erklärt Weineck (2010, S. 46f) mit Hilfe des Prinzips des trainingswirksamen Reizes und der dazugehörigen Reizstufenregel.

Bei einem Blick auf die durchschnittlichen Veränderungen der einzelnen Skalen des physischen Selbstkonzepts (vgl. Kap. 6.4.1) ist aufgefallen, dass bei den Skalen Kraft und Schnelligkeit der größte Zuwachs zu verzeichnen ist. Diese Tendenz kann durch zwei Gründe erklärt werden. Einerseits konnte im Unterrichtsvorhaben nicht wirklich die im CrossFit übliche Intensität erreicht werden. Das macht bei Anfängern auch keinen Sinn. Zudem ließen die räumlichen Rahmenbedingungen (vgl. Kap. 3.4) keine höhere Intensität zu. Deshalb musste zwangsweise auf leichtere Übungen zurückgegriffen werden, die die Sicherheit der Schüler gewährleisteten und zugleich nicht die Rahmenbedingungen überschritten. Dies führte insgesamt zu einer geringeren Intensität, weshalb die Schüler ihre Kraftfähigkeit nach der Intervention höher einschätzen. Andererseits wurden die Skalen Kraft und Schnelligkeit in der zweiten Datenreihe höher eingeschätzt da diese eng miteinander korrelieren. Weineck (2010, S. 385f.) weist ebenfalls auf die starken Wechselbeziehungen zwischen diesen beiden motorischen Hauptbeanspruchungsformen hin. Wird die Kraftfähigkeit nun höher eingeschätzt, kann dies ebenfalls zu einer erhöhten Einschätzung der Schnelligkeitsfähigkeit führen. Bei einer genaueren Betrachtung der beiden Skalen (vgl. Kap. 9.6) deutet sich an, dass eine geringfügige positive Korrelation bestehen könnte. Dies ist allerdings aufgrund des geringen Stichprobenumfangs noch nicht zu bestätigen. Ergänzend könnte sich die Selbsteinschätzung der Schüler durch die Workouts verstärkend auf die Skala Schnelligkeit ausgewirkt haben. Vor jedem Workout sollten die Schüler sich selbst einschätzen, wie viele Runden sie in einer bestimmten Zeit schaffen oder wieviel Zeit sie für ein bestimmtes Workout benötigen. Dabei haben die Schüler ihre Leistung oftmals unterschätzt, was dazu geführt hat, dass sie sich nach der Intervention besser einschätzen als zuvor.

Die restlichen Skalen Koordination, physische Attraktivität, Beweglichkeit, Ausdauer und Allgemeine Sportlichkeit weisen im Schnitt keine signifikant hohen Werte auf. Dennoch wird im Folgenden auch auf deren Entwicklung eingegangen.

Im Bereich der Koordination und der Physischen Attraktivität ist ein geringer Zuwachs zu verzeichnen. Dieser geringe Anstieg ist vermutlich aus dem Grunde so gering, da bezüglich der Koordination nicht genügend anspruchsvolle Aufgaben gestellt wurden. Lediglich das Erlernen neuer Bewegungen forderte diese Fähigkeit ein wenig. Dieser Trend hätte durch das gezielte Stellen mehrerer koordinativ anspruchsvoller Aufgaben verstärkt werden können. Dafür bieten die koordinativen Fähigkeiten (vgl. Meinel & Schnabel, 2015; Weineck 2010) genügend Grundlage. Es müssten nur noch passende Anknüpfungspunkte zur Sportart CrossFit gefunden werden. Dies wäre aber mit fortgeschritteneren Athleten und einem erweiterten Bewegungsschatz kein Problem.

Beim Anstieg der physischen Attraktivität ist anzumerken, dass diese Skala wahrscheinlich stabiler ist als vergleichsweise andere Skalen. Das Aussehen verändert sich beispielsweise nicht so schnell wie die Kraft- oder die Ausdauerfähigkeit. Zudem wurden während dem Interventionszeitraum keinerlei Aufgaben gestellt, die eine Änderung der physischen Attraktivität provoziert hätten. Dies wäre vermutlich erst nach einem längeren Zeitraum zu beobachten, wenn die physiologischen Anpassungen durch das Krafttraining die Körperzusammensetzung der Schüler positiv verändert hätte (geringerer Körperfettanteil, Muskelzuwachs, …), was aber regelmäßige sportliche Aktivität voraussetzt. Aufgrund dessen erscheint der Anstieg der Physischen Attraktivität durchaus beträchtlich. Die Schüler scheinen nach der Intervention zufriedener mit ihrem Körper zu sein, obwohl physiologische Anpassungen an das Training aufgrund der zu geringen und unregelmäßigen Trainingshäufigkeit ausgeschlossen werden können.

Die Skalen Beweglichkeit, Ausdauer und allgemeine Sportlichkeit weisen einen geringfügigen Rückgang im Selbstkonzept der Schüler auf. Dies könnte vor allem daran liegen, dass die Schüler bereits vor der Intervention über ein realistisches körperliches Selbstkonzept verfügten. Der hohe Leistungsstand der Klasse (vgl. Kap. 3.2) sowie deren regelmäßige Aktivität in Sportspielen wie zum Beispiel im Fußball, haben sicherlich dazu beigetragen, dass sich die Selbsteinschätzung innerhalb dieser Skalen nicht großartig verändert hat. Allerdings wurde vor der Intervention mit größeren Schwierigkeiten im Bereich der Beweglichkeit der Schüler gerechnet, da durch das heutzutage viel zu lange und zu häufige Sitzen zu einer Verkürzung der vorderen Hüftmuskulatur führt. Dies ist einer der Gründe, warum die nötige Tiefe bei einer Kniebeuge häufig nicht erreicht wird (Starret, 2014, S. 57, 97f, 540). Zwar hatten die Schüler anfangs auch einige Schwierigkeiten, diese Übung durchzuführen, jedoch waren diese Probleme eher auf eine mangelnde Gleichgewichts- und Ansteuerungsfähigkeit zurückzuführen. Durch gezielte Vorübungen und Mobilisation konnten diese Defizite rasch ausgeglichen werden (vgl. Kap. 9.1.1), was vor allem durch den guten Leistungsstand der Schüler begünstigt wurde.

Zu den Skalen Ausdauer und allgemeine Sportlichkeit sei noch zu erwähnen, dass deren geringer Rückgang durch die fehlenden Anknüpfungspunkte im Unterricht zu erklären ist. Die Ausdauerfähigkeit die im Fragebogen ermittelt wird (vgl. Kap. 6.2), bezieht sich vielmehr auf die klassischen Ausdauersportarten wie zum Beispiel Schwimmen, Laufen oder Radfahren. Allerdings umfasst die Ausdauerfähigkeit viel mehr Bereiche als nur eine lange Strecke laufen zu können. Weineck (2010, S. 229ff.) gibt dazu einen sehr differenzierten Einblick über die verschiedenen Arten der Ausdauer. Wie bereits erwähnt (vgl. Kap. 6) zählt nach neueren Definitionen ebenso die Regenerationsfähigkeit zur Ausdauerfähigkeit (Hugenrott & Neumann, 2014, S. 115). All dies hätte gegebenenfalls mit den Schülern thematisiert werden können, was aber den zeitlichen Rahmen der Unterrichtssequenz überschritten hätte. Aufgrund dieser fehlenden Anknüpfung war den Schülern vermutlich nicht bewusst, dass auch die Ausdauer (vor allem die anaerobe Ausdauer) im CrossFit einen besonderen Stellenwert einnimmt und gezielt trainiert wird. Des Weiteren sei an dieser Stelle an die Wechselbeziehungen zwischen den motorischen Hauptbeanspruchungsformen verwiesen,

Die geringe Änderung der allgemeinen Sportlichkeit kann ebenfalls durch die fehlenden Anknüpfungen im Unterricht erklärt werden. Zwar wurde in der letzten Unterrichtsstunde die Bedeutung der Hüftstreckung bezogen auf die Leistungsfähigkeit vieler Sportarten aufgegriffen und thematisiert, jedoch nicht vertieft. Da die meisten Schüler der Klasse Fußballer waren, wären hier zahlreiche Anknüpfungspunkte möglich gewesen.[1]

Bezüglich der individuellen Veränderungen im physischen Selbstkonzept, sei an dieser Stelle noch einmal auf die beiden Gruppen verwiesen. Die Schüler, die einen Rückgang im physischen Selbstkonzept zu verzeichnen haben, schätzten sich zu Beginn der Untersuchung leistungsfähiger ein, als die Gruppe mit einem Zuwachs im Selbstkonzept. Dies deutet darauf hin, dass sich diese Schüler deutlich überschätzt haben, während die zweite Gruppe sich eher unterschätzt hat.  Dabei fällt die Unterschätzung (13%) größer aus als die Überschätzung (-8%).

Rückblickend auf die Themen der Unterrichtseinheiten und die damit adressierten Skalen des physischen Selbstkonzepts ist zu sagen, dass die Schüler vor allem ihre Kraft- und Schnelligkeitsfähigkeit nach der Intervention stärker einschätzen. Diese beiden konditionellen Fähigkeiten wurden vorwiegend im Unterricht aufgegriffen und durch die soziale Bezugsnorm rückgemeldet. Zudem scheinen sie von ihrer gemeinsamen Korrelation zu profitieren. Die meisten Probanden deren Selbsteinschätzung in diesen beiden Skalen gestiegen ist, konnten auch einen Zuwachs im physischen Selbstkonzept insgesamt aufweisen (Personen 1, 3, 7,  und 11 aber nicht bei Person 3). Weitere Korrelationen zwischen einzelnen Skalen und der Veränderung im physischen Selbstkonzept insgesamt konnten nicht beobachtet werden.

Die Koordinationsfähigkeit der Schüler wurde ebenfalls des Öfteren im Unterricht adressiert, weshalb auch hier ein Anstieg im physischen Selbstkonzept zu verzeichnen ist. Die physische Attraktivität wurde hingegen nicht im Unterricht behandelt, jedoch schätzen die Schüler sich nach der Intervention attraktiver ein. Dieser Zuwachs ist aber nicht direkt auf die Unterrichtssequenz zurückzuführen und könnte zudem durch Einflüsse außerhalb des Unterrichts stark beeinflusst werden. Die Beweglichkeit ist eine wichtige Grundvoraussetzung für CrossFit, diese brachten aber alle Schüler aus ihrer sportlichen Aktivität mit und verursachten somit keine Änderung im physischen Selbstkonzept. Zuletzt sind die Skalen Ausdauer und allgemeine Sportlichkeit zu erwähnen. Sie weisen den geringsten Rückgang auf, was aufgrund der fehlenden Anknüpfung im Unterricht keine Anpassungen im physischen Selbstkonzept provozierte. Sowohl die Schüler, die ihr physisches Selbstkonzept überschätzten, als auch die, die sich unterschätzten, erfuhren durch das Projekt Anpassungen in Richtung eines realistischeren physischen Selbstbildes.

 

6.5.2 Kritische Reflexion der Untersuchung

In diesem Kapitel wird die Arbeit im Hinblick auf das Forschungsdesign und die Datenerhebung untersucht, um etwaige Stärken und Schwächen für weitere Untersuchungen aufzudecken. Bezüglich des Forschungsdesigns ist hervorzuheben, dass sich dieses an der empirischen Forschungspraxis orientiert, die sich in der Sportwissenschaft bewährt hat (vgl. Güllich & Krüger, 2013). Jedoch sind einige Punkte kritisch anzumerken, die eher dem institutionellen Rahmen der Schule zuzuordnen sind und nicht besagtem Forschungsdesign. Dazu zählt unter anderem der lange Zeitraum, über den sich die Intervention vollzogen hat. Der erste Termin fand am 18. November 2015 statt und der letzte Unterricht am 13. Januar 2016. Dabei wurden nur fünf doppelstündige Unterrichtseinheiten gehalten, die zudem noch von den Weihnachtsferien unterbrochen waren. Des Weiteren ist unklar, ob tatsächlich alle teilnehmenden Schüler zu jedem Interventionszeitraum anwesend waren. Diese Schwankungen treten allerdings in jeder Klasse auf, was für die Repräsentativität der Untersuchungsgruppe spricht. Bessere Ergebnisse hätte vermutlich ein Projekt erbracht, das sich über einen sehr viel kürzeren Zeitraum vollzogen hätte und somit auch geringere Fehlzeiten der Schüler bedingt hätte. Gleichzeitig können über einen kürzeren Zeitraum eventuelle Störvariablen (Einflüsse von außen auf das physische Selbstkonzept) besser kontrolliert beziehungsweise abgeschirmt werden. Ein weiterer Aspekt, der beim Forschungsdesign anzusprechen ist, ist die fehlende Kontrollgruppe. Bislang ist unklar, ob die Veränderungen im physischen Selbstkonzept durch die Sportart CrossFit ausgelöst wurden oder ob auch klassischer Sportunterricht dazu in der Lage gewesen wäre. Eine Kontrollgruppe hätte darüber Aufschluss gegeben.

Als einziger Kritikpunkt im Bereich der Datenerhebung ist die geringe Stichprobenzahl zu erwähnen. Einige Schüler hatten Probleme mit dem Ausfüllen der Fragebögen oder waren am letzten Termin nicht mehr anwesend. Das führte dazu, dass fehlerhaft Fragebögen aussortiert und nur diejenigen zur Auswertung herangezogen wurden, bei denen auch beide Datensätze vorhanden waren. Aus diesem Grund konnten letztendlich nur die Veränderungen im physischen Selbstkonzept von elf Probanden ermittelt werden. Um jedoch allgemeingültige Aussagen treffen zu können, wäre ein größerer Stichprobenumfang notwendig. Daher lassen die ermittelten Daten nur Rückschlüsse auf die Veränderung des physischen Selbstkonzepts innerhalb dieser Klasse zu. Inwiefern CrossFit das Selbstkonzept anderer Schüler oder sogar das von Schülerinnen beeinflussen kann, wäre noch in weiteren Untersuchungen zu klären. Positiv anzumerken ist der standardisierte Fragebogen, der von Alfermann, Saborowski und Würth entwickelt wurde. Dieser zeigte „zufrieden stellende bis sehr gute Ergebnisse“ bei der Ermittlung der Testgütekriterien Reliabilität und Validität (Stiller, Würth & Alfermann, 2004 S. 1).

 

6.5.3 Fazit

Abschließend soll die zweite Forschungsfrage beantwortet werden. Diese befasst sich mit den Veränderungen im physischen Selbstkonzept durch CrossFit im Rahmen des Schulunterrichts. Dabei konnte innerhalb der Untersuchungsgruppe festgestellt werden, dass CrossFit tatsächlich Veränderungen im physischen Selbstkonzept auslöste, obwohl die Schüler nur einmal wöchentlich an diesem Projekt teilnahmen. Daher ist ein Zuwachs im physischen Selbstkonzept um bis zu 24 Prozent durchaus ein hoher Wert, der für den Erfolg dieses Projekts spricht, zumal der Leistungsstand der Schüler bereits vor der Untersuchung sehr hoch war.

De einzelnen Skalenwerte zeigen, dass vor allem dort die Selbsteinschätzung nach dem Projekt besser ausgefallen ist, wo die Schüler positive Rückmeldungen bekamen (zum Beispiel im Bereich der Kraft oder Schnelligkeit). Dieses Feedback kam entweder direkt von den Mitschülern, die sich gegenseitig motivierten oder indirekt über eine soziale Bezugsnorm, also aus dem Vergleich der eigenen Leistung mit dem der Klasse. Zudem gab die Lehrkraft viele positiven Rückmeldungen, um die Schüler weiter zu motivieren und zu Bestleistungen anzutreiben. Dieses Ergebnis deckt sich mit den Ausführungen von Herrmann & Sygusch (2009a, S. 7), wonach „eine systematische Förderung psychosozialer Ressourcen im und durch Sport [muss] an solchen Ressourcen ansetz[en]t, die zur Bewältigung sportspezifischer Anforderungen von zentraler Bedeutung sind“ (vgl. Kap 4.1.2). Dies lässt sich ebenso auf die einzelnen Skalen des physischen Selbstkonzepts übertragen. Das physische Selbstkonzept wird dort gefördert, wo die Selbsteinschätzung bezüglich der einzelnen Skalen notwendig ist und dabei positive, aber auch negative Rückmeldung erfährt. Dabei sei nochmals anzumerken, dass eine Förderung nicht gleichbedeutend mit einem Anstieg im physischen Selbstkonzept zu sehen ist, sondern vielmehr einer Veränderung des Selbstkonzepts hin zu einem realistischeren Wert gleichkommt. Denn nur durch ein realistisches physisches Selbstkonzept können optimale Trainingsreize gestaltet werden (vgl. Kap 6.5.1) und die Schüler sind weniger gefährdet durch Unfälle oder Überlastungsschäden, die durch das Überschätzen der eigenen Leistungsfähigkeit entstehen. Außerdem ist zu beachten, dass die soziale Bezugsnorm einen wesentlichen Faktor der Rückmeldung darstellt. Ein unsportlicher Schüler wird sich im Umfeld von leistungsstärkeren Schülern viel schwächer einschätzen, da er stets seine eigene Leistung mit der der Klasse vergleicht (vgl. Person 10, Tab. 14). Daher ist es bei sehr heterogenen Klassen ratsam, diese nach ihrer Leistungsfähigkeit zu gruppieren, damit sich eventuelle Aversionen gegenüber sportlichen Anforderungen (vgl. Kap. 3.3) nicht weiter verstärken. Diese Schüler benötigen zudem mehr positives Feedback und müssen stärker motiviert werden als vergleichsweise leistungsstärkere Schüler. Das ist durch CrossFit leichter möglich, als vergleichsweise bei anderen Sportarten, die nur den Fokus auf eine bestimmte motorische Beanspruchungsform legen. Im CrossFit können die Schwächen mancher Schüler gezielt zu ihrem Vorteil eingesetzt werden. Ein kleiner schmächtiger Schüler wird leichter gymnastische Elemente lernen können als ein großer, starker Schüler. Auch wird er im Bereich der Ausdauer mit weniger Aufwand Erfolge erzielen können, da bei beiden Sportarten ein geringeres Körpergewicht von Vorteil ist. Im Gegensatz dazu wird der große Schüler seine Vorteile im Bereich der Kraftfähigkeit ausspielen können. Mit diesem Hintergrundwissen kann die Lehrkraft den Inhalt der Workouts so konzipieren, dass ein ausgeglichenes Verhältnis herrscht und auch die vermeintlich schwächeren Schüler ihr Stärken einsetzen können. Dadurch erhalten auch sie positives Feedback über ihre eigene Leistungsfähigkeit, was sich verstärkend auf ihre Motivation auswirkt. Daher ist es wichtig, die Schüler bei der Notengebung nicht nur nach ihrer Leistung zu beurteilen, sondern auch nach ihrer Leistungsbereitschaft.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass durch CrossFit stets die Fähigkeit zur Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit in verschiedenen Domänen (Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination und allgemeine Sportlichkeit) notwendig ist und dass die Schüler durch die Auseinandersetzung mit der eigenen Leistung innerhalb dieser Domänen ein realistischeres physisches Selbstkonzept erlangen können. Das hat letztlich zur Folge, dass die Schüler zu einem lebenslangen, eigenständigen und gesundheitsförderlichen Sporttreiben befähigt werden (vgl. Kap. 2.1.1).

7. Ausblick

Im ersten Teil dieser Arbeit konnte herausgefunden werden, dass die Sportart CrossFit durchaus an einer Mittelschule durchgeführt werden kann. Sowohl die Methodenvielfalt, als auch die große Übungsauswahl sind hilfreiche Instrumente der Lehrkraft, um den Schülern Differenzierungsmöglichkeiten anzubieten und sie stets zu neuen Bestleistungen zu motivieren.

Der zweite Teil dieser Arbeit beschäftigt sich mit den Veränderungen im physischen Selbstkonzept während dem Projekt. Dabei konnten vor allem dort Anpassungen festgestellt werden, wo die Schüler mit ihrer Leistungsfähigkeit innerhalb der verschiedenen Skalen des physischen Selbstkonzepts konfrontiert wurden. Die soziale Bezugsnorm der Klasse diente den Schülern hierbei als Vergleichsmedium. Das befähigte Sie dazu, ihre eigene Leistung zu reflektieren und dabei die eigenen Stärken und Schwächen kennenzulernen, was letztendlich zu Veränderungen im physischen Selbstkonzept geführt hat. Ob diese Anpassungen im Selbstkonzept zu einem realistischeren Wert tendieren, wäre noch zu klären. Dabei könnten ergänzend sportmotorische Tests, wie zum Beispiel der Münchner Fitnesstest (Rusch & Irrgang, 1994) hilfreich sein.

Wie bereits mehrmals angesprochen, musste leider aufgrund der Rahmenbedingungen an der Schule auf das Gewichtheben, einem sehr wichtigen Bestandteil von CrossFit, verzichtet werden. Auch die nötige hohe Intensität, für die CrossFit bekannt ist, konnte aus Sicherheitsgründen nicht wirklich erreicht werden. Daher wäre es für weitere Forschungen interessant, inwiefern sich das Gewichtheben und die damit verbundenen höheren Intensitäten auf das physische Selbstkonzept auswirken. Dafür bedarf es aber einer erfahreneren Trainingsgruppe, mit der auch intensivere Einheiten gefahrlos durchgeführt werden können. Um dabei nicht wieder an die Rahmenbedingungen der Schule gebunden zu sein, wäre es möglich mit der Klasse zu lokalen CrossFit-Boxen zu fahren und dort die Unterrichtsstunden durchzuführen. Denkbar wäre dies zum Beispiel als Fortsetzung der in dieser Arbeit vorgestellten Unterrichtssequenz.

Abschließend sei noch zu erwähnen, dass das Projekt sehr gut bei den Schülern ankam und eine abwechslungsreiche Alternative zum klassischen Sportunterricht darstellte. Aufgrund der stark motivierenden Eigenschaften von CrossFit ist es möglich, dem in der Einleitung genannten Abwärtstrend der Fitness unserer Schüler entgegenzuwirken. Auch der erwähnte Hang zur Selbstüberschätzung, kann wie in dieser Arbeit gezeigt, geschmälert werden und somit positiv zur Persönlichkeitsbildung unserer Schüler beitragen.

 

 

 

8. Literaturverzeichnis

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Institut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) (2004c). Jahrgangsstufenlehrplan Sport Jgst.6. Zugriff am 05. Januar 2016 unter: www.isb.bayern.de/download/13402/03lp_sp_6_r.pdf.

 

Institut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) (2004d). Jahrgangsstufenlehrplan Sport Jgst.7. Zugriff am 05. Januar 2016 unter: www.isb.bayern.de/download/13403/04lp_sp_7_r.pdf.

 

Institut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) (2004e). Jahrgangsstufenlehrplan Sport Jgst.8. Zugriff am 05. Januar 2016 unter: www.isb.bayern.de/download/13404/05lp_sp_8_r.pdf.

 

Institut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) (2004f). Jahrgangsstufenlehrplan Sport Jgst.9 Zugriff am 05. Januar 2016 unter: www.isb.bayern.de/download/13405/06lp_sp_9_r.pdf.

 

Institut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) (2004g). Jahrgangsstufenlehrplan Sport Jgst.M10 Zugriff am 06. Januar 2016 unter: www.isb.bayern.de/download/14141/lp_ms_m_sp_10.pdf.

 

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The CrossFit Games (2012). Major announcement for individuals. Zugriff am 05. Januar 2016 unter: games.crossfit.com/article/major-announcement-individuals.

[1] DFB (2015). Zum Athletiktraining in die Halle.

8.3 Abbildungsverzeichnis

Abb. 1. Überblick Forschungsfrage 1. Die Implementierung von CrossFit an einer Mittelschule……. 1

Abb. 2. Überblick Forschungsfrage 2. Die Messung des physischen Selbstkonzepts…………………. 2

Abb. 3. Die Energiebereitstellung nach Glassman (2014, S.17)………………………………………………… 9

Abb. 4. Altersverteilung in der Klasse V1/V2…………………………………………………………………………. 10

Abb. 5. Hierarchisches Modell des physischen Selbstkonzepts……………………………………………… 22

Abb. 6. Durchschnittliche Änderung der Selbsteinschätzung bezüglich einzelner Skalen des physischen Selbstkonzepts.          27

Abb. 7. Die positive Entwicklung des physischen Selbstkonzepts…………………………………………… 28

Abb. 8. Die rückläufige Entwicklung des physischen Selbstkonzepts………………………………………. 29

Abb. 9. The Backsquat………………………………………………………………………………………………………. 62

Abb. 10. The Frontsquat…………………………………………………………………………………………………….. 64

Abb. 11. The Overhead Squat…………………………………………………………………………………………….. 65

Abb. 12. Shoulder Press. Glassman (2003b)………………………………………………………………………… 66

Abb. 13. Push Press. Glassman (2003b)……………………………………………………………………………… 67

Abb. 14. Wall Ball Shots……………………………………………………………………………………………………… 68

Abb. 15. Ball Slams……………………………………………………………………………………………………………. 69

Abb. 16. Situps………………………………………………………………………………………………………………….. 75

Abb. 17. Superman Holds…………………………………………………………………………………………………… 75

Abb. 18. Ring dips……………………………………………………………………………………………………………… 76

Abb. 19. Burpees………………………………………………………………………………………………………………. 76

Abb. 20. Boxjumps…………………………………………………………………………………………………………….. 77

Abb. 21. Rope Climb und Rope Row……………………………………………………………………………………. 77

Abb. 22. Toes-to-Bar…………………………………………………………………………………………………………. 77

8.4 Tabellenverzeichnis

Tab. 1. Übungsauswahl nach Unterrichtseinheiten sortiert………………………………………………………. 9

Tab. 2. Gliederung der Lernziele nach den Lernbereichen „Selbstständiges Trainieren“, „CrossFit“ und „Psychosoziale Ressourcen & Pädagogische Perspektiven“……………………………………………………………………………………. 17

Tab. 3. Tabellarische Aufstellung der Unterrichtssequenz……………………………………………………… 20

Tab. 4. Skala zur Erfassung der physischen Attraktivität nach Alfermann, Saborowski & Würth, 1997, S.23.        24

Tab. 5. Skalen zur Erfassung des Selbstkonzepts sportlicher Leistungsfähigkeit nach Alfermann, Saborowski & Würth, 1997, S. 24f.    24

Tab. 6. Tabellarischer Stundenentwurf „Einführung in die Trendsportart CrossFit.“…………………… 47

Tab. 7. Tabellarischer Stundenentwurf „Einführung in das Gewichtheben – Vorübungen mit dem Medizinball.“     51

Tab. 8. Tabellarischer Stundenentwurf „Das Kreuzheben – Das richtige Heben schwerer Gegenstände.“            53

Tab. 9. Tabellarischer Stundenentwurf „Die Leistung als zentraler Begriff von CrossFit.“…………… 56

Tab. 10. Tabellarischer Stundenentwurf „Die Hüftstreckung als wichtige Komponente der sportlichen Leistungsfähigkeit“.          59

Tab. 11. Änderung der Selbsteinschätzung bezüglich einzelner Skalen des physischen Selbstkonzepts. 82

Tab. 12. Individuelle Änderungen der Skalen des physischen Selbstkonzepts (nach Personen sortiert).   83

Tab. 13. Individuelle Änderungen der Skalen des physischen Selbstkonzepts (Nach Skalen sortiert)……. 85

Tab. 14. Individuelle Änderungen der Skalen des physischen Selbstkonzepts (Gesamtauswertung nach Personen sortiert).      86

 

 

 

9. Anlagen

9.1 Tabellarische Stundenentwürfe

9.1.1 Einführung in die Trendsportart CrossFit und der Kniebeuge

Tab. 6. Tabellarischer Stundenentwurf „Einführung in die Trendsportart CrossFit.“

Lehrer:

 

Gehrmann,

Benjamin

Klasse:

Datum:

 

18.11.2015

Uhrzeit:

13:15 – 14:45

Thema: „Einführung in die Trendsportart CrossFit und die Kniebeuge“

 

Ziel 1.1: Die SuS erhalten erste Einblicke in die Trendsportart CrossFit und verstehen den Begriff der „Fitness“.

Ziel 1.2: Die SuS lernen die Merkmale verschiedener Kniebeugetechniken kennen und können diese benennen.

Ziel 1.3: Die SuS lernen im gegenseitigen Coachen die pädagogische Perspektive „Miteinander“ kennen.

Vorbereiten / Mitnehmen: Bemerkungen:
30 Stangen, Markierungen, Bilder, 30 Kärtchen (je 10 rot, blau, gelb; durchnummeriert von 1-10), Arbeitsblätter (vgl. Kap. 9.2.1). 20 Schüler
Stundenabschnitt/ Einzelziele Inhalte / Methoden Bemerkungen / Begründungen von Inhalt und Methode Organisation, Materialien Zeit
Begrüßung und Zielangabe

 

Ziel 1.1

Begrüßung und Vorstellung, dann Ausfüllen der Fragebögen zur Erhebung der ersten Datenreihe.

 

Was ist CrossFit? Lehrer zeigt drei Bilder mit unterschiedlichen Sportarten (Gewichtheben, Turnen, Ausdauerathleten).

Alternative 1:

Frage: Welcher dieser Athleten ist der Fitteste?

Schüler: Jeder Sportler ist in seiner Sportart fit.

Alternative 2:

Lehrer zeigt weitere Bilder von unterschiedlichen Sportübungen, Schüler ordnen diese zu.

 

 

 

 

Schüler erhalten einen ersten Einblick in die Sportart CrossFit und erkennen, dass Fitness sportartspezifisch definiert werden kann.

CrossFit vereint alle Sportarten und versucht generelle Fitness auszubilden.

 

 

 

 

Sitzkreis

 

 

 

 

5 min

Allgemeine Erwärmung

 

Ziel 1.1

Partner-Workout 1: “Situps & Plank Holds“

 

Die Schüler haben die Aufgabe, von einer Markierung zur nächsten und wieder zurück zu laufen. Es ist immer nur ein Schüler eines Teams unterwegs. Dieser läuft bis zur Markierung, macht dort eine vorgeschriebene Übung und läuft wieder zurück. Währenddessen macht der zweite Schüler eine andere vorgegebene Übung. Anschließend wird getauscht.

Kurze Pause nach drei Durchgängen.

Partner 1: Laufen, 10 Situps, Laufen.

Partner 2: Plank Holds

 

Partner-Workout 2:

Wie Partner-Workout 1, nur mit anderen Übungen:

Partner 1: Laufen, 5 Liegestütze, Laufen

Partner 2: Superman Holds

Allgemeine Erwärmung, Rumpfmuskulatur wird mobilisiert, Bewegungsapparat auf Belastung vorbereitet.

 

Wichtig ist, den Schülern klar zu machen, dass das kein Wettrennen ist, sondern lediglich zum Aufwärmen gedacht ist.

Lehrer macht die Übungen vor, bietet Differenzierung an, z.B.

Liegestütze: Frauenliegestütze, …

Situps: Mit/ohne Schwung, betonte negative Phase, etc.

Je nach zeitlichem Rahmen kann Workout 2 weggelassen werden.

Partnerarbeit, Bodenmarkierung im Abstand von 10 m. 5 min
Spezifische Erwärmung

 

Ziel 1.2

Vorbereitende Übung zur Dehnung und Mobilisation der Kniebeuge (siehe Kelly Starret, „Super Squat Hip Sequence“). Durch das viele Sitzen heutzutage ist die Hüftmuskulatur oft stark verkürzt. Diese Routine hilft, die Muskulatur zu lockern und bereitet somit die Muskulatur für die Kniebeuge vor. Einzelarbeit, Großer Innenstirnkreis, Frontal 5 min
Erarbeitungsphase I

 

Ziel 1.2

„The Air Squat“ die Kniebeuge:

 

Lehrer zeigt die richtige Ausführung der Kniebeuge ohne Zusatzgewicht. Dabei geht er auf die technischen Merkmale ein:

– Tiefe,

– Knie nach außen,

– Spannung im Körper

– Gewicht auf den Fersen,

– Oberschenkel und Füße bilden eine Linie.

Lehrer gibt Anweisungen und zusätzliche Übungen zur Verbesserung der individuellen Beweglichkeit

Die Schüler machen erste Erfahrungen mit der Kniebeuge und merken, dass gegebenenfalls ihre Beweglichkeit nicht ausreicht. Dabei wird die Notwendigkeit der Beweglichkeit auf die Kniegesundheit diskutiert.

 

 

Einzelarbeit, Großer Innenstirnkreis, Frontal 10 min
Reflexionsphase I Frage: Welche Muskeln werden beansprucht?

 

Schüler: Beine, Po, Bauch, Rücken, …

Erklärung der nachfolgenden Gruppenarbeit.

Die Schüler reflektieren anhand ihres subjektiven Empfindens, welche Muskeln bei der Kniebeuge beansprucht werden. Innenstirnkreis 5 min
Erarbeitungsphase II

 

Ziel 1.2 & Ziel 1.3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Lehrer unterteilt die Schüler mit Hilfe von farbigen Kärtchen in drei Gruppen. Die Kärtchen sind in der jeweiligen Farbe durchnummeriert.

 

Rot (Nr.1-10) – Back Squat

Blau (Nr. 1-10) – Front Squat

Gelb (Nr. 1-10) – Overhead Squat

 

Die Schüler finden sich an der entsprechenden Station zusammen und erarbeiten mit Hilfe des Materials die dort angegebenen Kniebeuge-Varianten. Schüler coachen sich gegenseitig und achten auf die technischen Merkmale. Lehrer kontrolliert.

Anschließend gehen aus jeder Gruppe alle gleichen Zahlen zusammen, z. B. alle 1er aus Rot, Blau, Gelb, etc.

Diese bringen sich dann gegenseitig die erlernten Kniebeuge-Techniken bei.

Ziel dieser Gruppenarbeit ist nicht, dass jeder Schüler am Ende der Einheit eine perfekte Kniebeuge kann, sondern vielmehr, dass sie die technischen Merkmale kennenlernen und bereits eine grobe Bewegungsvorstellung der einzelnen Varianten erhalten. Durch das gegenseitige Coachen erfahren sie die pädagogische Perspektive „Miteinander“. 3 Gruppen, 30 Stangen, Arbeitsblätter (vgl. Kap. 9.2.1). 25 min (10/15)
Reflexionsphase II

 

Ziel 1.2

Wir fassen noch einmal zusammen: Was sind die Merkmale, die alle Kniebeugevarianten gemeinsam haben?

 

Was ist euer Favorit und warum?

Warum ist das Miteinander so wichtig, wenn es darum geht, sich gegenseitig zu coachen?

Schüler reflektieren ihr neu erlerntes Wissen und finden Gemeinsamkeiten der Techniken.

 

Beim gegenseitigen Coachen sollen die Schüler lernen, dass es wichtig ist, seinem Trainingspartner stets die richtigen Rückmeldungen zu geben. Diese verantwortungsvolle Rolle steckt hinter der pädagogischen Perspektive „Miteinander“.

Innenstirnkreis 5 min
Anwenden und Üben Workout of the Day (kurz: “WoD”):

 

As many rounds as possible (“kurz: “Amrap”)

Partner Wod “you go – i go“
Amrap 10 min of
– 5 Kniebeugen (Variante nach Wahl) mit 5 s Pause in der untersten Position (Partner zählt mit und achtet auf Qualität)
– 1-10 Burpees, je nach individueller Leistungsgrenze. Score: Menge der ausgeführten Burpees.

Während der Übung sollen die Schüler sowohl selbst, als auch durch den Partner gezielt auf die Ausführungsqualität achten. Damit im Wettkampf die Technik nicht darunter leidet und die unterste Position der Kniebeuge verbessert wird, soll hier eine 5-sekündige Pause eingelegt werden. Die Zahl der Burpees ist je nach individueller Fitness so zu wählen, dass die Schüler die 10 min durchhalten. Partnerarbeit 10 min
             

 

 

9.1.2 Einführung in das Gewichtheben – Vorübungen mit dem Medizinball

Tab. 7. Tabellarischer Stundenentwurf „Einführung in das Gewichtheben – Vorübungen mit dem Medizinball.“

Lehrer:

 

Gehrmann,

Benjamin

Klasse:

Datum:

 

02.12.2015

Uhrzeit:

13:15 – 14:45

Thema: „Einführung in das Gewichtheben – Vorübungen mit dem Medizinball“

 

Ziel 2.1: Die Schüler sollen neue Übungen aus der Sportart CrossFit kennenlernen (Bereich Gewichtheben & Krafttraining).

Ziel 2.2: Die Schüler sollen die Teillernmethode als Methode des Bewegungslernens kennenlernen.

Ziel 2.3: Die Schüler sollen ihre eigene Leistung einschätzen, testen und reflektieren.

Vorbereiten / Mitnehmen: Bemerkungen:
30 Medizinbälle, 10 Stangen, Arbeitsblätter (vgl. Kap. 9.2.2).  
Stundenabschnitt/ Einzelziele Inhalte / Methoden Bemerkungen / Begründungen von Inhalt und Methode Organisation, Materialien Zeit
Begrüßung & Zielangabe

 

Ziel 2.1

Begrüßung der Schüler & Vorstellung des „Workouts of the day“   Innenstirnkreis 5 min
Allgemeine Erwärmung

 

Ziel 2.1

“Warmup with Matt Chan“:

 

– 20-25 Hampelmänner, lateraler Armschwung

– 10 Hampelmänner, Arme von unten nach oben

– 8 Ausfallschritte, Ellbogen auf den Boden, Oberkörperdrehung

– 6 Ausfallschritte zur Seite

– 10 Oberkörperdrehungen, vorgebeugt

– Walkouts & 5-4-3-2-1 Liegestütze

– Schulterkreisen, klein -> groß, vorw. Rückw.

– Shoulder „reach out“

Allgemeine Erwärmung, Rumpfmuskulatur wird mobilisiert, Bewegungsapparat auf Belastung vorbereitet.

 

Lehrer macht die Übungen korrekt vor, Schüler machen nach.

Innenstirnkreis 7 min
Spezifische Erwärmung Medicine Ball throws:

 

Sitzend, Vorwärts ohne Schwung, mit Schwung, Rückwärts, …

Spezifische Erwärmung mit dem Übungsgegenstand.Der Medizinball wird aus verschiedenen Positionen geworfen/ gestoßen.   5 min
Erarbeitungsphase I

 

Ziel 2.1 & Ziel 2.2

The Medicine Ball Clean“ – Vorübung zum Umsetzung aus dem Gewichtheben.

 

Progression:

-> Deadlift,

-> Deadlift & Shrug,

-> eventuell als Zwischenschritte Frontsquat/ „Landing position“, dann Shrug & Drop),

-> DL & Shrug & Drop,

-> Gesamtbewegung

Der Lehrer unterteilt die Gesamtbewegung in Teilbewegungen, macht diese vor. Schüler machen nach. Dabei gibt der Lehrer Anweisungen, worauf zu achten ist. Frontal 15 min
Reflexionsphase I

 

Ziel 2.2

Wie habe ich euch diese Bewegung nun beigebracht?

 

– Wir haben die Gesamtbewegung in Teilbewegungen unterteilt und diese dann zusammengesetzt.

An welche Bewegung erinnert euch diese Übung? –Gewichtheben

Die Schüler lernen die Teillernmethode als Möglichkeit des Bewegungslernens kennen.   3 min
Erarbeitungsphase II

 

Ziel 2.1

 

Station 1:

 

Shoulder Press, Push Press (& Push Jerk) w/ Medicine Ball

Station 2:

Wallball Shots w/ Partner

Station 3:

Medicine Ball Slams

In Gruppen erarbeiten die Schüler weitere Übungen an verschiedenen Stationen. All diese Übungen bieten Gelegenheit zur Differenzierung und die Chance, das „Miteinander“ durch das gegenseitige Coachen zu wiederholen. 3 Gruppen, Arbeitsblätter (vgl. Kap. 9.2.2. 15 min
Reflexionsphase II

 

Ziel 2.3

Besprechung des „Wods“ mit persönlicher Selbsteinschätzung. „Wie lange brauche ich für dieses Workout?“ Auf einem Plakat sollen die Schüler ihren Namen und ihre geschätzte Zeit eintragen, die sie für das Workout benötigen.   5 min
Anwenden und Üben

 

Ziel 2.1 & Ziel 2.3

Workout of the day:

 

5 Rounds for time of:

·       12 Medicine Ball Cleans

·       9 Shoulder to Overhead

·       6 Ballslams

·       3 Wallball Shots

Timecap: 15 min

Nach dem Workout wird die tatsächliche Zeit mit der geschätzten Zeit verglichen.

 

Wo lagen Schwierigkeiten bei diesem Workout, was war anstrengend, was war besonders leicht?

  20 min
             

 

 

9.1.3 Das Kreuzheben – Das richtige Heben schwerer Gegenstände.

Tab. 8. Tabellarischer Stundenentwurf „Das Kreuzheben – Das richtige Heben schwerer Gegenstände.“

Lehrer:

 

Gehrmann,

Benjamin

Klasse:

 

Datum:

 

09.12.15

Uhrzeit:

13:15 – 14:45

Thema: „Das Kreuzheben – Das richtige Heben schwerer Gegenstände“

 

Ziel 3.1: Die Schüler sollen mit Hilfe des Kreuzhebens lernen, wie schwere Gegenstände richtig vom Boden aufgehoben werden.

Ziel 3.2: Die Schüler sollen weitere Übungen der Trendsportart CrossFit kennenlernen (Bereich Strongman, Gewichtheben & Gymnastik).

Ziel 3.3: Die Schüler lernen die pädagogische Perspektive „Miteinander“ kennen.

Vorbereiten / Mitnehmen: Bemerkungen:
30 Stangen, 5-10 Hütchen, 4-5 Weichbodenmatten, aufgebautes Reck mit Platz für 10-12 Schüler (die gleichzeitig Klimmzüge ausführen), Gummibänder. 25 Schüler
Stundenabschnitt/ Einzelziele Inhalte / Methoden Bemerkungen / Begründungen von Inhalt und Methode Organisation, Materialien Zeit
Begrüßung &

 

Zielangabe

Vorstellung des „WoD“:

 

For time:

10-9-8-7-6-5-4-3-2-1 Repetitions of

“Flipping & Crossing Matt” alternating with

2 Rounds of “Cindy”:

– 5 Klimmzüge

– 10 Liegestütze

– 15 Kniebeugen

Die Schüler sollen grob den Verlauf der Unterrichtsstunde kennenlernen. Plakat 3 min
Allgemeine Erwärmung

 

Ziel 3.3

Spiel: Lumberjacks & Farmers“

 

Hütchen stehen/liegen auf dem Boden. Die Holzfäller müssen stehende Hütchen umschmeißen, die Farmer stellen diese auf. Ziel ist es, alle Hütchen umzuwerfen/aufzustellen. Die Mannschaft, die verliert muss 5 Burpees machen.

Allgemeine Erwärmung, Rumpfmuskulatur wird mobilisiert, Bewegungsapparat auf Belastung vorbereitet.

 

 

2 Teams 10 min
Spezifische Erwärmung Mobility & Warmup mit Stäben Gewöhnung an das Sportgerät, Mobilisation der Schulter. Großer Innenstirnkreis 5 min
Erarbeitungsphase I

 

Ziel 3.1 & Ziel 3.3

The Deadlift“ – das Kreuzheben

 

Grundlage zum sicheren Heben von Objekten.

Progression.

Übertrag auf einarmiges Heben

Weichbodenmatten tragen/ umwerfen/ rutschen im Team.

Verschiedene Gegenstände sollen mit geradem Rücken allein/ im Team hochgehoben werden.

 

 

 

Farmers Walk/ Carry, Tire Flip

Frontal und Gruppenarbeit 15 min
Reflexionsphase I „Früher wurde der „Deadlift“ auch als „Health-lift“ bezeichnet, woran könnte das liegen?“

 

„Weil dadurch der Rücken gestärkt und somit weniger anfällig für Verletzungen ist.“

Die Schüler erkennen den gesundheitlichen Nutzen der Übung.   2 min
Erarbeitungsphase II

 

Ziel 3.2

 

Klimmzüge & Liegestütze:

 

Klimmzüge:

Richtige Technik, Differenzierung durch Gummibänder oder durch Rudern am Barren oder an den Ringen.

Liegestütze:

Richtige Technik, Differenzierung durch verschiedene Ausführungsformen.

Kniebeuge:

Wiederholung der wichtigsten technischen Merkmale.

(Falls noch nicht geschehen: Aufbau des Recks /der Barren/ der Ringe).

 

 

  15 min
Reflexionsphase II Auswahl der richtigen Technik für das Workout. Die Schüler kennen das Workout und wählen für dieses die richtige Belastungsintensität. Bildung von 4-5 Gruppen zu je 4-5 Personen 5 min
Anwenden und Üben

 

Ziel 3.1 & Ziel 3.2

Workout of the day: Teamworkout

 

For time:

10-9-8-7-6-5-4-3-2-1 Repetitions of

“Flipping & Crossing Matt” alternating with

– 2 Rounds of “Cindy”:

– 5 Klimmzüge

– 10 Liegestütze

– 15 Kniebeugen

Timecap: 30 min

 

 

 

 

Cool-Down: Stretching

Differenzierung:

 

5-4-3-2-1 Repetitions of

“Flipping & Crossing Matt” with Burpee before each rep.

Regeln:

Die Schüler schmeißen die Weichbodenmatten um und überqueren diese. Das machen sie in der ersten Runde zehn Mal, in der zweiten Runde 9 Mal, in der dritten Runde 8 Mal … etc.

Nachdem die Matten entsprechend oft umgeworfen und überquert wurden, müssen die Schüler zwei Runden „Cindy“ durchführen, bestehend aus 5 Klimmzügen, 10 Liegestützen und 15 Kniebeugen. Es dürfen zwei Schüler einer Gruppe gleichzeitig arbeiten. Werden diese Sätze aber unterbrochen, bekommen die restlichen Teammitglieder eine Strafe von 5 Burpees, die gleichzeitig ausgeführt werden dürfen.

Wichtig ist hier das Verteilen von Rollen, das Entwickeln einer Taktik, was über die Kooperationsfähigkeit der Schüler erreicht werden kann.

4-5 Weichbodenmatten

 

aufgebautes Reck mit Platz für 10-12 Schüler.

35 min
             

 

 

 

9.1.4 Die Leistung als zentraler Begriff von CrossFit

Tab. 9. Tabellarischer Stundenentwurf „Die Leistung als zentraler Begriff von CrossFit.“

Lehrer:

 

Gehrmann,

Benjamin

Klasse:

 

Datum:

 

16.12.15

Uhrzeit:

13:15-14:45

Thema: „Die Leistung als zentraler Begriff von CrossFit“

 

Ziel 4.1: Die Schüler sollen durch das Einschätzen und Testen ihrer sportlichen Fähigkeiten ein realistischeres körperliches Selbstkonzept aufbauen.

Ziel 4.2: Die Schüler sollen weitere Übungen der Trendsportart CrossFit kennenlernen (Bereich Strongman, Gymnastik).

Ziel 4.3: Die Schüler lernen die pädagogische Perspektive „Leistung“ kennen.

Vorbereiten / Mitnehmen: Bemerkungen:
Gummibänder, 4 Medizinbälle (2 leicht, 2 schwer), 2 Paar Ringe, 4 Boxen (2 niedrig, 2 hoch), Seile, 2 Weichbodenmatten, 4 Springseile (versch. Längen), 2x Reck, 2 Weichbodenmatten, 2 kleine Matten, Stifte (jeder Schüler), 5-6 Taschenrechner, 4 Würfel, Musikanlage und Stoppuhr, Selbsteinschätzungsbögen (vgl. Kap. 9.2.4) 25 Schüler
Stundenabschnitt/ Einzelziele Inhalte / Methoden Bemerkungen / Begründungen von Inhalt und Methode Organisation, Materialien Zeit
Begrüßung &

 

Zielangabe

Ziel 4.3

Definition der Leistung (physikalisch) und Erarbeitung des Zusammenhangs mit sportlicher Fitness.

 

Ziel er heutigen Stunde: Einschätzen und Überprüfen der eigenen sportlichen Leistungsfähigkeit.

P=W/t

 

Anwendung des physikalischen Leistungsbegriffs auf die Sportpraxis.

Plakate 3 min
Allgemeine Erwärmung

 

Ziel 4.2

Alternative 1: Karten Staffel:

 

Jede Gruppe zieht eine Karte. Jede Karte ist mit einer Aufgabe versehen, die nach und nach gelöst wird. Ziel ist es, die Karten 1-6 zu sammeln, aber es gibt auch 4 Nieten.

Alternative 2: Würfel-Staffel:

Jede Gruppe „erwürfelt“ sich eine Bewegungsform, mir der sie sich von einer Bodenmarkierung zur nächsten und zurück fortbewegen muss. Die Augenzahlen werden addiert, die Gruppe mit der höchsten Summe gewinnt nach 10 min. Alternative: Die erste Gruppe, die die 50 Punkte überschritten hat, gewinnt.

Vorbereitung des aktiven & passiven Bewegungsapparates auf die anstehende Belastung.

 

Kartenstaffel: A: Rennen, 2: Ausfallschritte, 3: Krabbeln vw, 4: Krabbeln rw., 5: Standweitsprünge, 6: Hüpfen seitl., 7-10 = Nieten: 3 Liegestütze.

 

Würfelstaffel 1: Rennen, 2: Ausfallschritte, 3: Krabbeln vw, 4: Krabbeln rw., 5: Standweitsprünge, 6: Hüpfen seitl.

4 Gruppen 10 min
Spezifische Erwärmung (Findet nach Aufbau der Geräte beim Erkunden statt).      
Erarbeitungsphase I

 

Ziel 4.1 & Ziel 4.2

Einteilung in 4er Gruppe, die jeweils eine der 8 Stationen aufbauen:

 

Austeilen der Selbsteinschätzungsbögen (vgl. Kap. 9.1.4).

 

Vorstellung der einzelnen Stationen und der einzelnen Übungen mit Differenzierung.

Erkundungsphase der Übungen und Einschätzen der individuellen sportlichen Leistungsfähigkeit: „Wie viele Wiederholungen schafft ihr in der vorgegebenen Zeit (90 s) an der ausgewählten Übung?“

Station 1: WallBalls

 

Station 2: Liegestütze / Ring Dips

Station 3: Box Jumps

Station 4: Rope Climbs

Station 5: Seilspringen

Station 6: Toes-2-Bar

Station 7: Flipping & Crossing Mat

Station 8: Endgegner „Cindy“

Selbsteinschätz-ungsbögen, Aufbaupläne,

 

4 Medizinbälle,

2 Paar Ringe,

4 Boxen,

4 Seile,

8 Springseile,

1 Reck,

Versch. Matten,

1 Reck.

25 min
Reflexionsphase I

 

Ziel 4.1

Die Schüler wählen bereits hier eine passende Schwierigkeitsstufe und schätzen sich selbst ein.     5 min
Erarbeitungsphase II

 

Ziel 4.2 & Ziel 4.3

 

Zirkeltraining. Belastungsphase wird durch Musik betont.

 

Belastungsphase : Erholungsphase

90 s : 130 s

 

Es treten immer 2 Schüler gegeneinander an:

 

Belastung Team 1: 90 s

Wechsel: 30 s

Belastung Team 2: 90 s

Stationswechsel: 30 s

è 240 s pro Station

Ausnahme: Station 8:

Es treten alle Gruppenmitglieder gegeneinander an.

180 s Belastung,

60 s Wechsel.

4-er Gruppen 32 min
Reflexionsphase II

 

Ziel 4.1 & Ziel 4.3

Die Schüler errechnen ihre Punkte (Taschenrechner) und die Punkte der Gruppe.

 

Wie habt ihr euch eingeschätzt und was kam danach raus? (über-/ unterschätzt).

Rückbezug zum Eingang der Stunde:

Wie lässt sich nun aus eurer Punktzahl die Leistung ermitteln?

Die Schüler vergleichen ihre geschätzten mit ihren ermittelten Werten. Haben sie sich überschätzt/ unterschätzt?

 

Es gibt keine Gewinner oder Verlierer, denn alle haben sich tapfer geschlagen und ihr Bestes gegeben.

  3 min
Anwenden und Üben / Abbau Abbau der Geräte und Dehnen.     10 min
             

 

 

9.1.5 Die Hüftstreckung als wichtige Komponente der sportlichen Leistungsfähigkeit

Tab. 10. Tabellarischer Stundenentwurf „Die Hüftstreckung als wichtige Komponente der sportlichen Leistungsfähigkeit“.

Lehrer:

 

Gehrmann,

Benjamin

Klasse:

 

Datum:

 

13.01.16

Uhrzeit:

13:15-14:45

Thema: „Die Hüftstreckung als wichtige Komponente der sportlichen Leistungsfähigkeit“

 

Ziel 5.1: Die Schüler sollen lernen, dass die Hüftstreckung eine wichtige Komponente der Leistungsfähigkeit darstellt.

Ziel 5.2: Die Schüler sollen weitere Übungen aus der Sportart CrossFit kennenlernen (Bereich Gewichtheben, Krafttraining).

Ziel 5.3: Die Schüler sollen ihre Leistung für das Workout einschätzen, testen und reflektieren.

Vorbereiten / Mitnehmen: Bemerkungen:
Eine Hantel pro Schüler, Markierungen auf dem Boden, Matten. 25 Schüler
Stundenabschnitt/ Einzelziele Inhalte / Methoden Bemerkungen / Begründungen von Inhalt und Methode Organisation, Materialien Zeit
Begrüßung &

 

Zielangabe

Ziel 5.3

Einstieg:

 

Diskutiert mit eurem Partner: Was ist das wichtigste Gelenk des Menschen, bezogen auf die sportliche Leistungsfähigkeit?

(Antwort: Das Hüftgelenk).

 

Vorstellung des Workouts of the day:

„The Ten“

10min Amrap of

– 10 Sit-ups

– 10 m FarmersWalk with Dumbbell

– 10 Dumbbell Swings

– 10 m FarmersWalk with Dumbbell

– 10 Dumbbell Snatches

Als Hilfsimpulse stehen Bilder zur Verfügung, die die Hüftstreckung besonders hervorheben:

 

Gewichtheben, Fußball, Hochsprung / Weitsprung, Kugelstoßen, …

Partnerarbeit 5 min
Allgemeine Erwärmung

 

Ziel 5.2

Junkyard Dog

 

3×10 Reps each

Übung 1: Ein Schüler sitzt mit seitlich ausgestreckten Armen auf dem Boden, der andere Schüler springt aus dem Stand über einen Arm, dann über die Beine und anschließend über den anderen Arm. Das ganze wird 10 Mal wiederholt.

 

Übung 2: Ein Schüler befindet sich in einer hohen Bankposition, der andere Schüler kriecht unten durch, richtet sich auf und springt über den anderen Schüler zurück. Dieser wechselt dabei von einer hohen in eine niedrige Bankposition. Auch wieder 3 x 10 Wiederholungen.

Partnerarbeit 10 min
Spezifische Erwärmung Übungen zur Vorbereitung der Schulter- und Hüftmobilität Aus dem Stand mit den Armen in die Liegestützposition laufen, 5 Liegestütze und wieder zurück. Danach dasselbe mit 4, 3, 2 und 1 Liegestütze. Mobilisation der Hüfte, siehe Kelly Starret, „Super Squat Hip Sequence“.   5 min
Erarbeitungsphase I

 

Ziel 5.1 & Ziel 5.2

Erarbeitung Dumbbell Swing

 

– Deadlift,

– Romanian DL

– Swing, small->big

Diese Übung ist ähnlich dem Kettlebell-Swing und stellt eine hervorragende Trainingsübung für die Hüftstreckung dar. Einzelarbeit, Frontal 10 min
Reflexionsphase I

 

Ziel 5.1

Wozu ist diese Übung gut?

 

Antwort: Hüftstreckung

Beispiel: Wobei braucht ihr die Hüftstreckung im Fußball?   3 min
Erarbeitungsphase II

 

Ziel 5.2 & Ziel 5.3

 

Erarbeitung Dumbbell Snatch

 

– Deadlift,

– Hang Snatch

– Below the knees

– From the floor

Der Dumbbell Snatch ist eine vereinfachte Form des Reißens aus dem Gewichtheben. Dabei wird die Kurzhantel mit einer Bewegung vom Boden über den Kopf bewegt. Wichtig ist dabei eine explosive Streckung im Hüftgelenk. Einzelarbeit, Frontal alternativ:

 

Schüler erarbeiten sich diese Übung selbst mit Hilfe von Material.

10 min
Reflexionsphase II

 

Ziel 5.1 & Ziel 5.3

Worin unterscheiden sich die beiden gelernten Übungen?     2 min
Anwenden und Üben / Abbau Workout

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausfüllen der Fragebögen zur Erhebung der zweiten Datenreihe.

Die Schüler sollen eine Einschätzung abgeben, wie viele Runden dieses Workouts sie in 10 min schaffen. Die geschätzte Zahl wird auf einem Plakat fixiert.

 

Nach dem Workout wird die tatsächlich erreichte Rundenzahl daneben notiert und abgeglichen.

Habt ihr euch über-/ unterschätzt, wo lagen die Schwierigkeiten? Was war vielleicht leichter als erwartet?

  10 min

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

15 min

             

 

9.2 Arbeitsblätter und Erläuterungen der Unterrichtseinheiten

9.2.1 Varianten der Kniebeuge

The Backsquat

 

Technische Merkmale:

Wichtig bei einer technisch richtig ausgeführten Kniebeuge ist die Tiefe. Grundsätzlich sollte im Krafttraining stets die volle Bewegungsamplitude ausgenutzt werden. Da die auf das Knie einwirkenden Kräfte bei einem 90°-Winkel am größten sind, sollte die Kniebeuge immer bis unter Parallel ausgeführt werden. Solange du dein Gewicht auf die Fersen verlagerst und die Stange stets über dem Mittelfuß befindet, brauchst du dir keine Sorgen machen, wenn deine Knie über deine Zehen hinausragen. Wichtig ist außerdem, dass deine Oberschenkel und deine Füße von oben gesehen eine Linie bilden, dadurch entsteht kein ungünstiges Drehmoment im Kniegelenk. Eingeleitet wird die Kniebeuge mit der Hüfte. Dabei wird zuerst das Gesäß nach hinten herausgestreckt, als würdest du dich irgendwo hinsetzen. Anschließend werden die Kniegelenke gebeugt. Während der gesamten Bewegung wird die Spannung im Rumpf (Bauch- und Rückenmuskulatur angespannt) aufrechterhalten und der Rücken bleibt stets gerade.

Aufgabe: Experimentiere ein wenig mit der Standbreite, der Griffbreite und dem Winkel der Füße, sodass du die oben genannten technischen Merkmale einhältst. Lass dich dabei von deinen Gruppenmitgliedern coachen.

 

 

The Front Squat

Technische Merkmale:

Die Fronkniebeuge ist die Übung, wenn es darum geht, sich im olympischen Gewichtheben (v.a. im Umsetzen) zu verbessern. Wie bei jeder anderen Kniebeuge ist auch hier die Tiefe ein wichtiges Merkmal. Im Krafttraining sollte stets die volle Bewegungsamplitude genutzt werden. Da die auf das Knie einwirkende Kräfte bei einem 90°-Winkel am größten sind, sollte die Kniebeuge bis unter Parallel ausgeführt werden. Zudem solltest du immer darauf achten, dass du dein Gewicht auf die Fersen verlagerst und sich die Stange immer über dem Mittelfuß befindet. Damit kein ungünstiges Drehmoment in deinem Kniegelenk entsteht, sollten deine Oberschenkel mit deinen Füßen eine Linie bilden. Während der gesamten Bewegung ist darauf zu achten, dass die Spannung im Rumpf (Bauch- und Rückenmuskulatur angespannt) aufrechterhalten wird und der Rücken immer gerade bleibt. Eingeleitet wird Kniebeuge mit Hüfte, das bedeutet, dass zuerst das Gesäß nach hinten herausgestreckt wird, als würdest du dich irgendwo absetzen wollen und anschließend beginnt die Beugung in den Kniegelenken.

Aufgabe: Experimentiere ein wenig mit der Standbreite, der Griffbreite und dem Winkel der Füße, sodass du die oben genannten technischen Merkmale einhältst. Lass dich dabei von deinen Gruppenmitgliedern coachen.

 

The Overhead Squat

Technische Merkmale:

 

Die Überkopf-Kniebeuge ist die schwierigste Variante, da sie höchste Anforderung an die Flexibilität, die Rumpfstabilität und die Balance des Athleten stellt. Sie stellt eine wichtige Übung dar, wenn olympische Gewichtheber sich im Reißen verbessern wollen. Je nach Beweglichkeit der Schultern wird die Stange über dem Kopf gehalten und dabei eine Kniebeuge ausgeführt. Wichtig ist hier, dass das Körpergewicht stets auf die Fersen verlagert wird und die Parallele vom Oberschenkel zum Boden durchbrochen wird. Damit kein ungünstiges Drehmoment in deinem Kniegelenk entsteht, sollten deine Oberschenkel mit deinen Füßen eine Linie bilden. Während der gesamten Bewegung ist darauf zu achten, dass die Spannung im Rumpf (Bauch- und Rückenmuskulatur angespannt) aufrechterhalten wird und der Rücken immer gerade bleibt. Eingeleitet wird Kniebeuge mit Hüfte, das bedeutet, dass zuerst das Gesäß nach hinten herausgestreckt wird, als würdest du dich irgendwo absetzen wollen und anschließend beginnt die Beugung in den Kniegelenken.

Aufgabe: Experimentiere ein wenig mit der Standbreite, der Griffbreite und dem Winkel der Füße, sodass du die oben genannten technischen Merkmale einhältst. Lass dich dabei von deinen Gruppenmitgliedern coachen.

9.2.2 Shoulder Press, Push Press, Wallballs und Ball Slams

Station 1:

 

Schulterdrücken                             Schwungdrücken

Shoulder Press                              Push Press

 

 

Aufgabe: Lies dir folgende Bewegungsbeschreibungen durch und versuche die Übungen selbst durchzuführen. Beginne erst mit der Stange und lass dich dabei von einem Partner coachen. Übertrage anschließend diese Übung auf den Medizinball (je 2 x 10 Wiederholungen).

 

Abb. 12. Shoulder Press. Glassman (2003b).
  1. Schulderdrücken (Shoulder Press)
Abb. 12. Shoulder Press. Glassman (2003b).

Bewegungsbeschreibung: Auf dieser Abbildung erkennst du die richtige Ausführung des Schulterdrückens. Wichtig dabei ist ein sicherer, schulterbreiter Stand, sowie eine aktive Körperspannung (Bauch und Po anspannen).

Das Gewicht wird in der sog. „Front-Rack-Position“ (wie bei der Frontkniebeuge) gehalten. Aus dieser Position wird das Gewicht gerade nach oben gedrückt. Der Kopf weicht dieser Bewegung ein wenig aus und wird anschließend wieder nach vorne genommen. Die Bewegung endet, wenn die Arme gestreckt und der Körper mit den Armen eine Linie bildet. Ein zu starkes Hohlkreuz ist dabei zu vermeiden (Deswegen Bauch anspannen).

 

 

2. Schwungdrücken (Push Press)

Abb. 13. Push Press. Glassman (2003b).

Das Schwungdrücken ähnelt von seiner Bewegungsausführung stark dem Schulterdrücken. Einziger Unterschied ist, dass zu Beginn des Schwungdrückens eine Ausholbewegung in die entgegengesetzte Richtung stattfindet.

Dazu werden die Knie- und Hüftgelenke gebeugt (etwa  bis  einer Frontkniebeuge) und anschließend explosiv gestreckt. Dabei sollte das Gewicht stets auf die Fersen verlagert werden. Sobald die Beine gestreckt sind, übernehmen die Arme den Schwung und drücken das Gewicht wie unter 1 beschrieben nach oben. Das Ausnutzen des Schwungs erlaubt uns, mehr Gewicht zu bewegen.

 

 

Station 2: Wall Ball Shots (auch: Wallballs)

Abb. 14. Wall Ball Shots.

Bewegungsbeschreibung: Mit dem Ball in der sog. „Front Rack Position“ wird eine Frontkniebeuge ausgeführt. Dieser Schwung wird dazu genutzt, um den Ball über eine Markierung zu werfen. Gefangen wird der Ball wieder in der Front Rack Position, während eine Kniebeuge den Ball zunächst abbremst, um ihn dann wieder für den nächsten Wall Ball Shot zu beschleunigen.

 

Aufgaben:

  1. Wiederhole mit deinem Partner die wichtigsten technischen Merkmale einer Frontkniebeuge (2 x 10 Kniebeugen).
  2. Anschließend stellt ihr euch vor eine Wand und führt zunächst ein paar Frontkniebeugen mit dem Medizinball aus. Danach versucht ihr, den Schwung der Kniebeuge auszunutzen, um den Ball hoch an die Wand zu werfen. Lasst den Ball danach einfach fallen (2 x 5).
  3. Nun versucht ihr, den Ball nach dem Flug wieder in derselben Position zu fangen, in der ihr ihn bei der Frontkniebeuge halten würdet. Wie hoch kannst du einen Ball werfen und wieder fangen? (3 x 5 Wall Ball Shots).

 

Station 3: „Ball Slams

 

Abb. 15. Ball Slams.

Bewegungsbeschreibung: Ein Medizinball wird über dem Kopf gehalten, und dann mit aller Kraft auf den Boden geworfen. Dabei wird die Bauchmuskulatur angespannt. Nach dem Wurf kann der Ball wieder mit geradem Rücken aufgenommen werden und über den Kopf geführt werden, von wo aus die nächste Wiederholung beginnt.

Aufgabe: 3 x 10 Wiederholungen

 

 

9.2.3 Flipping & Crossing Mat

Jeder kennt die Bilder der Strongmen, die schwere LKW-Reifen vom Boden aufheben und umwerfen (vgl. Starr, 2004b, S. 6). Diese Übung wurde auch in CrossFit integriert und sollte aufgrund ihrer motivierenden Eigenschaft auch in dieser Unterrichtseinheit eingebettet werden. Allerdings stand an der Schule kein Reifen zur Verfügung, deswegen wurde diese Übung in abgewandelter Form mit Hilfe der schweren Weichbodenmatten umgesetzt. Die Schüler lernten durch das Kreuzheben, wie schwere Gegenstände richtig vom Boden aufgehoben werden (vgl .Kap. 9.1.3). Im Gruppenverbund sollten sie diese Technik an der Weichbodenmatte erproben, diese aufstellen und umwerfen. Nachdem die Matte umgeworfen wurde, sollten sie die Matte überqueren und erneut in die entgegengesetzte Richtung umwerfen. In der darauffolgenden Unterrichtseinheit sollten die Schüler diese Technik alleine ausprobieren (vgl. kap. 9.1.4). Je nach Leistungsstand kann hier mit unterschiedlich schweren Matten gearbeitet werden.

 

 

9.2.4 Selbsteinschätzungsbogen, Aufbaupläne

Name:                                                                                                                                               

 

Hier schätze ich meine Leistung ein

Wähle bei jeder Station einen Schwierigkeitsgrad aus. Diesen darfst du aber während des Tests nicht mehr ändern. Pro Station (außer Station 8) habt ihr 1 min 30 s Zeit.

Schätze anschließend deine Wiederholungszahl und teste dich.

Deine Punktzahl errechnet sich aus der Wiederholungszahl multipliziert mit dem Bonus.

 

Station 1: WallBalls

Schwierigkeitsgrad 1

 

Bonus x 0,5

Schwierigkeitsgrad 2

 

Bonus x 1

Schwierigkeitsgrad 3

 

Bonus x 1,5

Leichter Ball,

 

Markierung 2,5 m

Schwerer Ball,

 

Markierung 2,5 m

Schwerer Ball,

 

Markierung 3m

Schätzung:                

 

Arbeit:                        

Schätzung:                

 

Arbeit:                        

Schätzung:                

 

Arbeit:                        

 

Deine Punktzahl = Wiederholungszahl x Bonus =                                                                    

 

Station 2: Liegestütze/ Ring Dips

Schwierigkeitsgrad 1

 

Bonus x 0,5

Schwierigkeitsgrad 2

 

Bonus x 1

Schwierigkeitsgrad 3

 

Bonus x 1,5

Liegestütze, kniend Liegestütze, normal Ring Dips
Schätzung:                

 

Arbeit:                        

Schätzung:                

 

Arbeit:                        

Schätzung:                

 

Arbeit:                        

 

Deine Punktzahl = Wiederholungszahl x Bonus =                                                                    

 

Station 3: Box Jumps

Schwierigkeitsgrad 1

 

Bonus x 0,5

Schwierigkeitsgrad 2

 

Bonus x 1

Schwierigkeitsgrad 3

 

Bonus x 1,5

Box Step-ups Box Jumps, klein Box Jumps, groß
Schätzung:                

 

Arbeit:                        

Schätzung:                

 

Arbeit:                        

Schätzung:                

 

Arbeit:                        

 

Deine Punktzahl = Wiederholungszahl x Bonus =                                                                    

Station 4: Rope Climbs

Schwierigkeitsgrad 1

 

Bonus x 0,5

Schwierigkeitsgrad 2

 

Bonus x 1

Schwierigkeitsgrad 3

 

Bonus x 6

Rope Rows, 45° Rope Pullups Rope Climbs
Schätzung:                

 

Arbeit:                        

Schätzung:                

 

Arbeit:                        

Schätzung:                

 

Arbeit:                        

 

Deine Punktzahl = Wiederholungszahl x Bonus =                                                                    

 

Station 5: Seilspringen

Hier zählt die tatsächliche Anzahl der Umschläge.

Schätzung:                 

Arbeit:               = Punktzahlt:                          

 

Station 6: Toes-2-Bar

Schwierigkeitsgrad 1

 

Bonus x 0,5

Schwierigkeitsgrad 2

 

Bonus x 1

Schwierigkeitsgrad 3

 

Bonus x 1,5

Knees-to-Ellbows Toes-to-Bar, Beine gehockt Toes-to-Bar, Beine gestreckt
Schätzung:                

 

Arbeit:                        

Schätzung:                

 

Arbeit:                        

Schätzung:                

 

Arbeit:                        

 

Deine Punktzahl = Wiederholungszahl x Bonus =                                                                    

 

Station 7: Flipping & Crossing Mat

Schwierigkeitsgrad 1

 

Bonus x 0,5

Schwierigkeitsgrad 2

 

Bonus x 1

Schwierigkeitsgrad 3

 

Bonus x 1,5

Kleine Matte Große Matte Große Matte, mit Burpees
Schätzung:                

 

Arbeit:                        

Schätzung:                

 

Arbeit:                        

Schätzung:                

 

Arbeit:                        

 

Deine Punktzahl = Wiederholungszahl x Bonus =                                                                    

 

 

 

 

 

 

Station 8: Endgegner „Cindy“      

Das ist die einzige Station, bei der die gesamte Gruppe antritt. Ihr habt hierfür 2 min Zeit!

Wie viele Runden schaffst du?

 

5 Klimmzüge

10 Liegestütze

15 Kniebeugen

 

Schätzung:                 

Arbeit             

Deine Punktzahl = Wiederholungszahl (1 Runde = 30 Wdh.):                                                  

 

 

 

 

Aufbaupläne

Station 1: WallBalls

Ihr benötigt:

2 Leichte Medizinbälle, 2 schwere Medizinbälle, eine Wand mit Markierungen.

1 x Markierung bei 2,5 m und einmal bei 3 m.

Wenn ihr fertig seid, dürft ihr den anderen Gruppen beim Aufbau helfen.

 

Station 2: Liegestütze / Ring Dips

Ihr benötigt:

2 Paar Ringe, ca. auf Bauchhöhe, je 1 kleine Matte.

Wenn ihr fertig seid, dürft ihr den anderen Gruppen beim Aufbau helfen.

 

Station 3: Box Jumps

Ihr benötigt:

4 Boxen, davon 2 x niedrig, 2 x höher.

Wenn ihr fertig seid, dürft ihr den anderen Gruppen beim Aufbau helfen.

 

Station 4: Rope Climbs

Ihr benötigt:

Alle Kletterseile, darunter Weichbodenmatten zur Sicherung.

Wenn ihr fertig seid, dürft ihr den anderen Gruppen beim Aufbau helfen.

 

Station 5: Seilspringen

Ihr benötigt:

4 Sprungseile, verschiedene Längen

Wenn ihr fertig seid, dürft ihr den anderen Gruppen beim Aufbau helfen.

 

Station 6: Toes-2-Bar

Ihr benötigt:

1 Reck, gesichert mit Weichbodenmatten, dazu 2 kleine Matten daneben.

Alle Bestandteile des Recks zu zweit tragen!

Wenn ihr fertig seid, dürft ihr den anderen Gruppen beim Aufbau helfen.

 

Station 7: Flipping & Crossing Mat

Ihr benötigt:

2 Weichbodenmatten, 2 kleine Matten

Wenn ihr fertig seid, dürft ihr den anderen Gruppen beim Aufbau helfen.

Station 8: Endgegner „Cindy“

Ihr benötigt:

2x Reck, gesichert mit kleinen Matten, Gummibänder

Sicherheitshinweis:

Alle Bestandteile des Recks zu zweit tragen!

Wenn ihr fertig seid, dürft ihr den anderen Gruppen beim Aufbau helfen.

9.2.5 Weitere Übungen

9.3 Fragebogen zur Erfassung des physischen Selbstkonzepts

 

Codewort:                                                                          Datum:                

 

Liebe Sportler!

Wir möchten Dir heute einige Fragen stellen, die sich auf Dich und Deine körperlichen Fähigkeiten beziehen.

In diesem Fragebogen gibt es weder richtige noch falsche Antworten! Es geht lediglich um Deine persönliche Meinung zu den folgenden Fragen und Aussagen.

Selbstverständlich werden Deine Antworten streng vertraulich behandelt und nicht an andere Personen weitergegeben. Gib uns deshalb bitte nicht deinen vollständigen Namen an, sondern beantworte die folgenden Fragen, aus denen wir dein persönliches Codewort erstellen.

 

  1. Wie lautet der erste Buchstabe deines 1. Vornamens?
  2. Wie lautet der letzte Buchstabe deines Nachnamens        
  3. Wie lautet die Zahl des Monats, in dem du geboren bist?
  4. Wie lautet die Zahl des Jahres, in dem du geboren bist?

Trage das bitte dein Codewort oben links in das entsprechende Feld ein.

 

 

Beispiel: Michael Mayer, geboren am 13. Mai, 1990

  1. Wie lautet der erste Buchstabe deines 1. Vornamens?

M     

  1. Wie lautet der letzte Buchstabe deines Nachnamens?

R      

  1. Wie lautet die Zahl des Monats, in dem du geboren bist?

05     

  1. Wie lautet die Zahl des Jahres, in dem du geboren bist?

91     

  • Codewort: MR0591

 

 

 

 

 

Im Folgenden findest Du mehrere Aussagen, die die körperlichen Fähigkeiten von Menschen umschreiben. Beurteile für Dich, inwieweit jede einzelne Aussage auch auf Dich persönlich zutrifft oder nicht. Es gibt bei jedem Satz wieder die vier Antwortmöglichkeiten von 1 -„trifft nicht zu“ bis 4 – „trifft zu“.

Lies dir bitte jeden der folgenden Sätze genau durch und entscheide Dich dann für eine Antwort, die Deiner Meinung nach am ehesten auf Dich zutrifft.

  trifft nicht zu trifft eher nicht zu trifft eher zu trifft zu
1. Ich denke, dass ich für die meisten Sportarten beweglich genug bin. 1 2 3 4
2. Bei den meisten körperlichen Betätigungen sind meine Bewegungen weich und gleichmäßig. 1 2 3 4
3. In einem Test, der Kraft misst, wäre ich ganz gut. 1 2 3 4
4. Ich kann leicht schwere Dinge hochheben. 1 2 3 4
5. In einem Test, der Schnelligkeit misst, würde ich gut abschneiden. 1 2 3 4
6. Ich kann meinen Körper ganz gut drehen, wenden und verbiegen. 1 2 3 4
7. Ich bin stärker als die meisten anderen in meinem Alter. 1 2 3 4
8. In den meisten Sportarten bin ich gut. 1 2 3 4
9. Über eine kurze Strecke bin ich schneller als die meisten meines Alters. 1 2 3 4
10. Ich finde, mein Körper kann gleichmäßige Bewegungen leicht ausführen. 1 2 3 4
11. Ich kann eine schnelle Bewegung oft hintereinander ausführen. 1 2 3 4
12. In Sportdisziplinen, wo man sehr schnell reagieren und sich bewegen muss, bin ich gut. 1 2 3 4
13. Ich denke, dass ich in einem Test, der die Beweglichkeit misst, ganz gut abschneiden würde. 1 2 3 4
14. Die meisten Sportarten fallen mir leicht. 1 2 3 4
15. Mein Körper ist beweglich. 1 2 3 4
16. Ich habe eine Menge Kraft in meinem Körper. 1 2 3 4
17. Ich bin schwach und habe keine Muskeln. 1 2 3 4
18. Ich bin besser im Sport als die meisten meiner Freunde. 1 2 3 4
19. Andere Leute denken, dass ich gut im Sport bin. 1 2 3 4
20. Es fällt mir leicht, die Bewegungen meines Körpers zu kontrollieren. 1 2 3 4
21. Ich bin körperlich stark. 1 2 3 4
22. In einem Test, der körperliches Durchhaltevermögen misst, wäre ich ganz gut. 1 2 3 4
23. Meine Körperteile lassen sich ganz gut in alle Richtungen biegen und bewegen. 1 2 3 4
24. Ich denke, dass ich eine lange Strecke laufen könnte, ohne müde zu werden. 1 2 3 4
25. Beim Sport sehen meine Bewegungen schön aus und sind aufeinander abgestimmt. 1 2 3 4
26. Ich bin gut in Ausdauersportarten wie Langstreckenlauf, Aerobic, Radfahren, Schwimmen oder Skilanglauf. 1 2 3 4
27. Ich kann eine weite Strecke rennen ohne anzuhalten. 1 2 3 4
28. Mein Körper ist steif und unbeweglich. 1 2 3 4
29. Es fällt mir schwer, Bewegungen ganz schnell auszuführen. 1 2 3 4
30. Ich habe gute sportliche Fähigkeiten. 1 2 3 4
31. Über eine kurze Strecke kann ich sehr schnell laufen. 1 2 3 4
32. In Sportspielen bin ich gut. 1 2 3 4
33. Ich könnte 5 Kilometer joggen ohne stehenzubleiben. 1 2 3 4
34. Ich kann gut meine Bewegungen koordinieren. 1 2 3 4
35. Ich kann eine lange Zeit körperlich aktiv sein ohne müde zu werden. 1 2 3 4
36. Ich fühle mich sicher im Ausführen von schwierigen und schnell aufeinanderfolgenden Bewegungen. 1 2 3 4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachfolgend findest du Aussagen, die sich darauf beziehen, wie Du selbst Deinen Körper siehst. Du hast wieder vier verschiedene Antwortmöglichkeiten, zwischen Du entscheiden kannst, in welchem Ausmaß die Aussage auf Dich zutrifft oder nicht.

  trifft nicht zu trifft eher nicht zu trifft eher zu trifft zu
1. Ich habe ein ausdrucksvolles und interessantes Gesicht. 1 2 3 4
2. Ich fühle mich in meinem Körper zu Hause. 1 2 3 4
3. Ich neige dazu, meinen Körper zu verbergen. 1 2 3 4
4. Ich bin mit meinem Körper zufrieden. 1 2 3 4
5. Manchmal mag ich meinen Körper nicht. 1 2 3 4
6. Ich bin stolz auf meinen Körper. 1 2 3 4
7. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass andere mich wegen meines Aussehens anziehend finden. 1 2 3 4
8. Wenn ich mich vom Aussehen her mit anderen vergleiche, bin ich der Meinung, dass ich mich sehen lassen kann. 1 2 3 4
9. Ich wirke auf andere anziehend. 1 2 3 4
10. Ich bin mit meinem Aussehen zufrieden. 1 2 3 4

 

 

 

 

 

Geschafft!

Vielen Dank für deine Mitarbeit!

9.4 Änderung der Selbsteinschätzung bezüglich einzelner Skalen des physischen Selbstkonzepts

Tab. 11. Änderung der Selbsteinschätzung bezüglich einzelner Skalen des physischen Selbstkonzepts.

Skala vorher nachher Änderung Änderung in %
1. Beweglichkeit 2,80 2,76 -0,05 -2%
2. Koordination 2,68 2,80 0,12 +5%
3. Kraft 2,55 2,91 0,36 +14%
4. Schnelligkeit 2,85 3,03 0,18 +6%
5. Ausdauer 2,71 2,65 -0,06 -2%
6. Allgemeine Sportlichkeit 2,76 2,68 -0,08 -3%
7. Physische Attraktivität 2,53 2,66 0,14 +5%
Durchschnitt 2,70 2,79 0,09 +3%
Änderung insgesamt       +24%

 

 

9.5 Individuelle Änderungen der Skalen des physischen Selbstkonzepts

Tab. 12. Individuelle Änderungen der Skalen des physischen Selbstkonzepts (nach Personen sortiert).

Person 11 Beweglichkeit Koordination Kraft Schnelligkeit Ausdauer Allg. Sportlichkeit Phys. Attraktivität Änderung Ø Änderung Gesamt Änderung in %
vorher 3,50 2,83 2,83 2,67 2,83 2,67 3 2,90 20,33  
nachher 4,00 3,83 3,33 3,67 3,67 3,17 3,9 3,65 25,57  
Änderung 0,50 1,00 0,50 1,00 0,83 0,50 0,90 0,75 5,23 +26%
Person 7 Beweglichkeit Koordination Kraft Schnelligkeit Ausdauer Allg. Sportlichkeit Phys. Attraktivität Änderung Ø Änderung Gesamt Änderung in %
vorher 2,33 2,83 2,50 3,17 3,50 3,67 2,8 2,97 20,80  
nachher 3,50 3,33 3,33 3,83 3,67 4,00 3,5 3,60 25,17  
Änderung 1,17 0,50 0,83 0,67 0,17 0,33 0,70 0,62 4,37 +21%
Person 1 Beweglichkeit Koordination Kraft Schnelligkeit Ausdauer Allg. Sportlichkeit Phys. Attraktivität Änderung Ø Änderung Gesamt Änderung in %
vorher 1,67 1,50 1,17 2,00 2,33 2,17 1,6 1,78 12,43  
nachher 2,17 2,00 1,83 2,33 2,17 2,33 2,1 2,13 14,93  
Änderung 0,50 0,50 0,67 0,33 -0,17 0,17 0,50 0,36 2,50 +20%
Person 5 Beweglichkeit Koordination Kraft Schnelligkeit Ausdauer Allg. Sportlichkeit Phys. Attraktivität Änderung Ø Änderung Gesamt Änderung in %
vorher 3,00 2,33 1,67 2,83 2,33 3,00 1,8 2,42 16,97  
nachher 2,83 2,50 2,50 2,83 2,33 2,67 2,2 2,55 17,87  
Änderung -0,17 0,17 0,83 0,00 0,00 -0,33 0,40 0,13 0,90 +5%
Person 8 Beweglichkeit Koordination Kraft Schnelligkeit Ausdauer Allg. Sportlichkeit Phys. Attraktivität Änderung Ø Änderung Gesamt Änderung in %
vorher 3,17 2,83 3,17 3,00 3,33 2,83 3,4 3,10 21,73  
nachher 3,17 2,83 3,33 3,50 3,50 3,00 3,3 3,23 22,63  
Änderung 0,00 0,00 0,17 0,50 0,17 0,17 -0,10 0,13 0,90 +4%
Person 6 Beweglichkeit Koordination Kraft Schnelligkeit Ausdauer Allg. Sportlichkeit Phys. Attraktivität Änderung Ø Änderung Gesamt Änderung in %
vorher 2,83 2,17 3,00 3,17 2,00 2,83 3 2,71 19,00  
nachher 2,83 2,17 3,00 3,17 2,00 2,83 3,3 2,76 19,30  
Änderung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,30 0,04 0,30 +2%
Person 4 Beweglichkeit Koordination Kraft Schnelligkeit Ausdauer Allg. Sportlichkeit Phys. Attraktivität Änderung Ø Änderung Gesamt Änderung in %
vorher 3,17 3,00 3,17 3,17 3,00 3,17 3,2 3,12 21,87  
nachher 3,00 3,00 3,17 3,00 3,00 3,00 3,2 3,05 21,37  
Änderung -0,17 0,00 0,00 -0,17 0,00 -0,17 0,00 -0,07 -0,50 -2%
Person 3 Beweglichkeit Koordination Kraft Schnelligkeit Ausdauer Allg. Sportlichkeit Phys. Attraktivität Änderung Ø Änderung Gesamt Änderung in %
vorher 3,00 2,83 2,17 2,67 2,17 3,00 3 2,69 18,83  
nachher 2,33 2,33 3,17 3,00 2,17 2,67 2,7 2,62 18,37  
Änderung -0,67 -0,50 1,00 0,33 0,00 -0,33 -0,30 -0,07 -0,47 -2%
Person 2 Beweglichkeit Koordination Kraft Schnelligkeit Ausdauer Allg. Sportlichkeit Phys. Attraktivität Änderung Ø Änderung Gesamt Änderung in %
vorher 4,00 3,33 4,00 2,67 3,00 2,83 2,8 3,23 22,63  
nachher 4,00 3,17 4,00 3,00 2,67 2,50 2,7 3,15 22,03  
Änderung 0,00 -0,17 0,00 0,33 -0,33 -0,33 -0,10 -0,09 -0,60 -3%
Person 10 Beweglichkeit Koordination Kraft Schnelligkeit Ausdauer Allg. Sportlichkeit Phys. Attraktivität Änderung Ø Änderung Gesamt Änderung in %
vorher 1,50 2,67 1,33 2,17 1,50 1,33 1,9 1,77 12,40  
nachher 1,17 2,67 1,17 2,17 1,67 1,00 1,4 1,60 11,23  
Änderung -0,33 0,00 -0,17 0,00 0,17 -0,33 -0,50 -0,17 -1,17 -9%
Person 9 Beweglichkeit Koordination Kraft Schnelligkeit Ausdauer Allg. Sportlichkeit Phys. Attraktivität Änderung Ø Änderung Gesamt Änderung in %
vorher 2,67 3,17 3,00 3,83 3,83 2,83 1,3 2,95 20,63  
nachher 1,33 3,00 3,17 2,83 2,33 2,33 1 2,29 16,00  
Änderung -1,33 -0,17 0,17 -1,00 -1,50 -0,50 -0,30 -0,66 -4,63 -22%

 

 

 

 

 

Tab. 13. Individuelle Änderungen der Skalen des physischen Selbstkonzepts (Nach Skalen sortiert)

Beweglichkeit Koordination
  vorher nachher Änderung  Änderung %   vorher nachher Änderung  Änderung %
Person 1 1,67 2,17 0,50 30% Person 1 1,50 2,00 0,50 33%
Person 2 4,00 4,00 0,00 0% Person 2 3,33 3,17 -0,17 -5%
Person 3 3,00 2,33 -0,67 -22% Person 3 2,83 2,33 -0,50 -18%
Person 4 3,17 3,00 -0,17 -5% Person 4 3,00 3,00 0,00 0%
Person 5 3,00 2,83 -0,17 -6% Person 5 2,33 2,50 0,17 7%
Person 6 2,83 2,83 0,00 0% Person 6 2,17 2,17 0,00 0
Person 7 2,33 3,50 1,17 50% Person 7 2,83 3,33 0,50 18%
Person 8 3,17 3,17 0,00 0% Person 8 2,83 2,83 0,00 0
Person 9 2,67 1,33 -1,33 -50% Person 9 3,17 3,00 -0,17 -5%
Person 10 1,50 1,17 -0,33 -22% Person 10 2,67 2,67 0,00 0%
Person 11 3,50 4,00 0,50 14% Person 11 2,83 3,83 1,00 35%
Mittelwert: 2,80 2,76 -0,05 -2% Mittelwert: 2,68 2,80 0,12 5%
Kraft Schnelligkeit
  vorher nachher Änderung  Änderung %   vorher Nachher Änderung  Änderung %
Person 1 1,17 1,83 0,67 57% Person 1 2,00 2,33 0,33 17%
Person 2 4,00 4,00 0,00 0 Person 2 2,67 3,00 0,33 13%
Person 3 2,17 3,17 1,00 46% Person 3 2,67 3,00 0,33 13%
Person 4 3,17 3,17 0,00 0 Person 4 3,17 3,00 -0,17 -5%
Person 5 1,67 2,50 0,83 50% Person 5 2,83 2,83 0,00 0
Person 6 3,00 3,00 0,00 0 Person 6 3,17 3,17 0,00 0
Person 7 2,50 3,33 0,83 33% Person 7 3,17 3,83 0,67 21%
Person 8 3,17 3,33 0,17 5% Person 8 3,00 3,50 0,50 17%
Person 9 3,00 3,17 0,17 6% Person 9 3,83 2,83 -1,00 -26%
Person 10 1,33 1,17 -0,17 -13% Person 10 2,17 2,17 0,00 0
Person 11 2,83 3,33 0,50 18% Person 11 2,67 3,67 1,00 38%
Mittelwert: 2,55 2,91 0,36 14% Mittelwert: 2,85 3,03 0,18 6%
Ausdauer Allgemeine Sportlichkeit
  vorher nachher Änderung  Änderung %   vorher nachher Änderung  Änderung %
Person 1 2,33 2,17 -0,17 -7% Person 1 2,17 2,33 0,17 8%
Person 2 3,00 2,67 -0,33 -11% Person 2 2,83 2,50 -0,33 -12%
Person 3 2,17 2,17 0,00 0 Person 3 3,00 2,67 -0,33 -11%
Person 4 3,00 3,00 0,00 0 Person 4 3,17 3,00 -0,17 -5%
Person 5 2,33 2,33 0,00 0 Person 5 3,00 2,67 -0,33 -11%
Person 6 2,00 2,00 0,00 0 Person 6 2,83 2,83 0,00 0
Person 7 3,50 3,67 0,17 5% Person 7 3,67 4,00 0,33 9%
Person 8 3,33 3,50 0,17 5% Person 8 2,83 3,00 0,17 6%
Person 9 3,83 2,33 -1,50 -39% Person 9 2,83 2,33 -0,50 -18%
Person 10 1,50 1,67 0,17 11% Person 10 1,33 1,00 -0,33 -25%
Person 11 2,83 3,67 0,83 29% Person 11 2,67 3,17 0,50 19%
Mittelwert: 2,71 2,65 -0,06 -2% Mittelwert: 2,76 2,68 -0,08 -3%
Physische Attraktivität  
  vorher nachher Änderung  Änderung %  
Person 1 1,6 2,1 0,5 31%  
Person 2 2,8 2,7 -0,1 -4%  
Person 3 3 2,7 -0,3 -10%  
Person 4 3,2 3,2 0,00 0  
Person 5 1,8 2,2 0,4 22%  
Person 6 3 3,3 0,3 10%  
Person 7 2,8 3,5 0,7 25%  
Person 8 3,4 3,3 -0,1 -3%  
Person 9 1,3 1 -0,3 -23%  
Person 10 1,9 1,4 -0,5 -26%  
Person 11 3 3,9 0,9 30%  
Mittelwert: 2,53 2,66 0,14 5%  

Tab. 14. Individuelle Änderungen der Skalen des physischen Selbstkonzepts (Gesamtauswertung nach Personen sortiert).

  vorher nachher Änderung Änderung in %
Person 11 2,90 3,65 0,75 +26%
Person 7 2,97 3,60 0,62 +21%
Person 1 1,78 2,13 0,36 +20%
Person 5 2,42 2,55 0,13 +5%
Person 8 3,10 3,23 0,13 +4%
Person 6 2,71 2,76 0,04 +2%
Ø positive Entwicklung 2,65 2,99 0,34 +13%
Person 4 3,12 3,05 -0,07 -2%
Person 3 2,69 2,62 -0,07 -2%
Person 2 3,23 3,15 -0,09 -3%
Person 10 1,77 1,60 -0,17 -9%
Person 9 2,95 2,29 -0,66 -22%
Ø rückläufige Entwicklung 2,75 2,54 -0,21 -8%



A

9.6 Individuelle Änderung der Skalen Kraft und Schnelligkeit

Abb. 7: Individuelle Änderung der Skalen Kraft und Schnelligkeit.

9.7 Erklärung zur Hausarbeit gemäß 29 (Abs. 6) LPO I

 

Hiermit erkläre ich, dass die vorliegende Hausarbeit von mir selbstständig verfasst

wurde und dass keine anderen als die angegebenen Hilfsmittel benutzt wurden. Die

Stellen der Arbeit, die anderen Werken dem Wortlaut oder Sinn nach entnommen

sind, sind in jedem einzelnen Fall unter Angabe der Quelle als Entlehnung kenntlich

gemacht.

 

Diese Erklärung erstreckt sich auch auf etwa in der Arbeit enthaltene Zeichnungen,

Kartenskizzen und bildliche Darstellungen.

 

 

 

 

 

_________________________                                                          _________________________

Ort, Datum                                                                                          Unterschrift

 

 

 

 

Kontakt

+49 (0)911 321 67750 info@reebokcrossfitnuernberg.com

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