Nutrition Challenge Testimonial #3 from 2016 - RCF NuernbergRCF Nuernberg


Nutrition Challenge Testimonial #3 from 2016

Home
News & Events
Nutrition Challenge Testimonial #3 from 2016

Nutrition Challenge Testimonial #3 from 2016

Paleo – 30 Tage Challenge und mehr

 

Bevor ich die Paleo-Challenge über 30 Tage startete, habe ich mich bereits seit einiger Zeit nach Paleo-Regeln ernährt. Angefangen hat es vor ca. drei Jahren. Zunächst habe ich immer mehr Getreide minimiert oder weggelassen, aß gesund und griff kaum zu „künstlichen“ Lebensmitteln. Regelmäßiger Sport war auch immer ein Thema. Allerdings war ich eine richtige Naschkatze und konnte kaum auf Süßigkeiten wie Gummibärchen oder Schokolade verzichten. Auch Bier oder Wein gehörte dazu, genauso wie Cola light. Viele würden sagen, es sei ganz normal und gesund.

 

Als ich vor etwas über zwei Jahren mit Crossfit begann, war meine Ernährung ok, aber noch nicht ganz paleo. Körperlich war ich fit und weit von Übergewicht entfernt. Trotzdem wollte ich mehr und das „Weiche“ um den Bauch weg haben. Mein Problem war meine Arbeitssituation. Ich arbeite in der Weiterbildung und zu unserem Service gehört die Verpflegung der Seminarteilnehmer. Das Problem: Es steht überall (!!!) Essen – von belegten Brötchen, über Müsli, bis hin zu Kuchen und Keksen, sogar Eis. Ich hatte es irgendwann satt, permanent durchs Training Center zu schleichen und hier und da was mitzunehmen, um es dann am Schreibtisch zu essen.

 

Je mehr ich über Paleo las, desto neugieriger wurde ich es auszuprobieren. Denn im Vergleich zu anderen Ernährungsvorgaben oder Ratschlägen macht Paleo für mich Sinn. Ich finde Paleo schafft eine natürliche Balance. Eine Waage ist überflüssig. Mein Entschluss war gefasst: Ich will auf Industrie-Lebensmittel, bei denen noch ein Food-Designer seine Finger im Spiel hatte, verzichten. Für mich heißt das alles oder nichts. Denn wenn ich einmal anfange zu mogeln, dann ist das zweite und dritte mal Mogeln auch nicht weit und der Paleo-Lifestyle ist dahin. Von nun an also kein Getreide, kein Reis, keine Milchprodukte und keine Süßigkeiten mehr – und das ohne zu mogeln oder einen Cheat-Tag einzulegen. Glücklicherweise ging es meinem Mann ähnlich und so funktionierte die Umstellung zu Hause problemlos (er gönnt sich allerdings immer mal wieder was, das nicht paleo entspricht).

 

Ich bin froh, dass ich kein Kuchen-Junkie und Brot-Verfechter bin. Daher fiel es mir bei manchen Dingen nicht schwer. Mein Frühstück besteht seit mehreren Jahren aus Rührei mit den unterschiedlichsten Gemüsevarianten. Und da der Entschluss gefasst wurde Paleo bestmöglich umzusetzen, gab es eben keine Süßigkeiten mehr. Nix, aus, vorbei! Ich fragte zwar nicht im Restaurant, welche Öle zum Braten genutzt werden, aber zu Hause achtete ich sehr darauf. Und in der Arbeit? Das Essen mit den Seminarteilnehmer war immer möglich: Gemüse oder Salat mit Fleisch fand ich immer. Und statt zum Süßkram zu greifen, plünderte ich von nun an die Obstschalen und die Nüsse. Ich war sehr erstaunt, wie gut und schnell man sich daran gewöhnt.

 

Ein paar wenige nicht Paleo konforme Lebensmittel blieben noch: Ab und zu ein Glas Wein war für mich ok und auf Elisen-Lebkuchen in der Weihnachtszeit wollte/ will ich auch nicht verzichten, die sind ohnehin getreidefrei. Auch Butter ist für mich ok, v.a. weil ich Bulletproof-Coffee für mich entdeckt habe.

 

Auch in der Schwangerschaft habe ich meine Paleo-Ernährung beibehalten, abgesehen von wenigen Ausnahmen (ich erinnere mich an zwei Wochen oder so, in denen ich nur Süßigkeiten und Eis gegessen habe. Warum auch immer). Dadurch hatte ich auch keine Schwierigkeiten nach nur wenigen Monaten wieder in meine alten Klamotten zu passen.

 

Jetzt taucht natürlich die Frage auf: Wozu eine 30 Tage Challenge, wenn die Ernährung doch paleokonform ist? Mein Ziel war es nicht Gewicht zu verlieren oder zwingend an meiner Figur zu feilen. Meine Herausforderung bestand darin auf Trockenfrüchte und Nüsse zu verzichten. Die Naschkatze in mir ist noch sehr aktiv und bei Datteln und Cashewkerne kann ich nicht nein sagen: Packung auf = Packung weg. Von wegen eine Hand voll. Meist aß ich das am Abend, was mich vermuten lässt, dass es einerseits eine saudumme (anders kann ich es nicht sagen) Angewohnheit ist. Andererseits kann es auch ein Zeichen dafür sein, dass ich tagsüber nicht genügend oder auch nicht das richtige esse. Und bisherige Versuche von zuviel Datteln und Cashewkernen loszukommen, kompensierte ich gnadenlos mit Obst. Mein Ziel war es also v.a. Zucker/ Fruchtzucker auf ein Minimum zu beschränken und das im Idealfall dauerhaft. Um zu sehen, ob ich meinen Bedarf decke, habe ich aufgeschrieben, was ich gegessen habe. Gleich vorab: Ich hatte wirklich Mühe meinen Bedarf zu decken.

 

Neben den Regeln, die Ginger für die Challenge vorgegeben hatte, verzichtete ich also auf Kartoffeln (sie schmecken mir nicht mehr), Trockenfrüchte und Nüsse/ Samen und auch Bulletproof-Coffee. Trotz oder vielleicht auch durch die Vorgabe maximal drei Früchte pro Tag zu essen, fiel mir die Umstellung erstaunlich leicht. Ich verteilte die Früchte über den Tag und so hatte ich abends nicht zwingend das Verlangen nach Datteln oder Nüssen, sondern aß stattdessen eine Birne. Das funktionierte. Es schien einfacher zu sein als gedacht – zumindest was meinen Kopf angeht.

 

In den ersten beiden Wochen habe ich mich gemäß den Vorgaben ernährt. Der Blick in mein Ernährungstagebuch zeigte jedoch meistens, dass ich unter dem Bedarf liege. Das habe ich natürlich auch gespürt: Mir wurde schnell kalt und ich hatte nach den ersten Tagen (anfangs ging es noch) permanent Hunger. Von der Laune mal ganz zu schweigen. Meinen Tag füllte ich mit vielen Zwischenmahlzeiten, die aus Eiern und Trockenfleisch bestand.
Auch die Regenerationszeit nach einem Workout (je nach Intensität des Trainings) schien sich verändert zu haben. So konnte ich nach „Karen“ – auch wenn ich während dem Workout richtig gut war – 3 Tage lang nicht schmerzfrei laufen. Der Muskelkater war richtig bitter. Mit einem kleinen Kind zu Hause ist das dann kein Spaß. Weiterhin habe ich zwei Tage nach dem Workout immer noch wahnsinnig Hunger gehabt. Wirklich Hunger. Offensichtlich hat das Workout sämtliche Reserven geleert, die ich nicht wieder so recht füllen konnte. Satt war ich dann endlich wieder, als ich zwei Tage später Thunfisch mit Ei und einen Berg Gemüse verputzt hatte – zum Frühstück. Durch Zufall bin ich auf einen Artikel gestoßen, in dem beschrieben wurde, dass Chashewkerne ein wesentlicher Magnesiumlieferant sind….Da kam dann der Aha-Effekt. Nachdem ich weder vor noch in der Challenge zusätzlich Magnesium genommen habe, waren wohl die Chashewkerne mein Hauptlieferant. So weit, so gut.

 

Ab Mitte der Challenge wurde eine Vorgabe nochmals deutlich in den Mittelpunkt gerückt: „Earn your carbs“, also Reduktion der kohlenhydratreicheren/ stärkehaltigen Gemüsearten. Das habe ich (von Beginn der Challenge an) so gut wie möglich versucht umzusetzen und habe z.B. beim Frühstück eher zur Zucchini gegriffen als zur Pastinake. Auf „Nachbauten“ habe ich verzichtet. Gleichzeitig habe ich nach rund zwei Wochen das Obst reduziert. Zunächst auf 1-2 Äpfel oder Birnen pro Tag und rund acht Tage vor Challenge-Ende dann komplett weggelassen, d.h. kein Obst, keine Nüsse, keine Riegel, keine Trockenfrüchte. Zudem habe ich die Obstmahlzeiten vom regulären Essen „entkoppelt“. Denn zuvor hatte ich immer den Eindruck, ich bräuchte noch etwas Süßes, um eine Mahlzeit abzurunden. Daher war z.B. immer eine Birne meine Nachspeise. Inzwischen bin ich wirklich happy, denn es funktioniert ohne Nachspeise recht gut. Ich habe das Gefühl, dass ich jetzt erst nach den knapp 30 Tagen auf dem richtigen Weg bin, um Zucker aus (Trocken-)Früchten wegzulassen. Daher werde ich das weitere 30 Tage machen. Nach Trainingseinheiten werde ich allerdings max. eine Handvoll Cashewkerne oder andere Nüsse zu mir nehmen, um meinen Magnesiumbedarf zu decken. Zusätzlich werde ich Supplements nehmen, um nicht wieder übermäßig viel Nüsse zu essen.

 

Zu Beginn der Challenge habe ich noch täglich drei Mahlzeiten geplant. Oftmals wählte ich als Mittagessen nur einen Salat. Aber durch Salat allein werde ich nicht satt. Auch nicht, wenn Fleisch oder Fisch dabei ist. Mein problem lag meist darin, dass ich scheinbar nie den richtigen Zeitpunkt für das Mittagessen gefunden habe. Inzwischen habe ich nun um die Mittagszeit nun eher einen Snack (Ei und Trockenfleisch) und esse am frühen Nachmittag eine Malzeit. Eine weitere Malzeit ist dann nochmal abends. Da komm ich dann gut mit Salat aus. Das komplette Essen für ein oder mehrere Tage zu planen, ist für mich nichts. Ich fahr besser damit, wenn ich so einkaufe, dass ich für mehrere Tage essen habe, ohne jede Malzeit auf den Tag zu planen.

 

Da es mir bei der Challenge nicht um eine Gewichtsabnahme ging, war ich auch wenig überrascht oder verärgert, dass sich mein Gewicht nicht änderte. Ich habe mich eh nie gewogen (in den letzten 12 Monaten drei oder vier mal). Auch hatten sich die anderen Daten (Umfang Hüfte etc.) nicht wirklich geändert. ABER: das Vorher-Nachherbild zeigte doch einen erheblichen Unterschied. Es tauchten nun erstmals Bauchmuskeln auf, die zuvor gut versteckt waren und die Hüfte ist schmaler. Saucool.

 

Seit ein paar Tagen ist die Challenge nun vorbei und ich kann noch nicht berichten, wie es mir mit Nüssen oder Trockenfrüchten geht, da ich noch keine gegessen habe. Ich bin gespannt, wie lange dieser „Zustand“ noch anhält. Meinen ersten Bulletproof-Coffee habe ich bereits genießen können. Ansonsten war der Einschnitt für mich nicht allzu groß. Ich werde allerdings darauf achten mehr nicht-stärkehaltige Gemüsesorten zu essen.

 

Fest steht, dass ich weiterhin paleo-konform esse, wie auch vor der Challenge. Ich brauche keine Nudeln, kein Getreide und auch keine Milchprodukte. Ab und an Sushi ist ok, finde ist. Aber selbst wenn die Lust auf Pizza da sein sollte, werde ich keine essen. Bei den letzten Versuchen war mir danach immer schlecht und geschmeckt hat sie auch nicht. Nach mehr als zwei Jahren kann ich nicht behaupten, dass mir was fehlt. Außer ein Glas Wein, das ich schon sehr lange nicht mehr genießen konnte und auf das ich mich richtig freue.

 

Vielen Dank nochmal für deine tägliche Unterstützung durch deine Mails und deine tollen Rezeptvorschläge in den vier Wochen 🙂

Liebe Grüße

Susanne

There are no comments yet, but you can be the first



Leave a Reply



The Healthy Baby Code

Personal Paleo

Paleo Products